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Prominente reagieren auf Brand : „Ich kann nicht glauben, was in Notre-Dame geschieht“

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„Es liegt in unserer Natur zu trauern, wenn wir sehen, dass ein Stück Geschichte verloren geht“, schrieb Barack Obama. Bild: AP

Nie würde sie den Moment vergessen, in dem sie zum ersten Mal durch Paris gelaufen sei – voller Ehrfurcht für die Schönheit der Stadt, schreibt Camila Cabello. Auch andere Prominente reagieren bestürzt auf das Feuer in Notre-Dame.

          Die Betroffenheit über die brennende Kathedrale Notre-Dame ist groß. Auch Prominente trauern um den Verlust eines großen Kulturguts – das glücklicherweise wieder aufgebaut werden kann. Es ist ein kollektives Trauern um einen kollektiven Verlust.

          „Notre-Dame ist einer der größten Schätze der Welt, und wir denken an die Menschen in Frankreich in dieser Zeit der Trauer“, schrieb etwa Barack Obama, früherer amerikanischer Präsident. „Es liegt in unserer Natur zu trauern, wenn wir sehen, dass ein Stück Geschichte verloren geht – doch es liegt auch in unserer Natur, wieder aufzubauen für ein Morgen. So stark, wie wir können.“ Ähnliche Worte des Zuspruchs wählte Hillary Clinton, die twitterte: „Meine Gedanken sind in Paris. Notre-Dame ist ein Symbol für unser menschliches Vermögen, uns zu einem höheren Zweck zusammenzuschließen. Atemberaubende Gebäude zu bauen, die keine Person allein hätte bauen können. Ich wünsche Frankreich Stärke und gemeinsame Ziele, nun, da sie trauern und wiederaufbauen.“

          Etwas pragmatischer ging der amtierende Präsident Donald Trump die Sache an. Rasch nachdem die Nachricht von der brennenden Kathedrale um die Welt gegangen war, twitterte der Präsident seine Einschätzung zu den Geschehnissen. Sie seien „schrecklich“ mitanzusehen. „Vielleicht sollte man fliegende Wassertankwagen benutzen. Es muss schnell gehandelt werden“, twitterte Trump. Tatsächlich war das Löschen aus der Luft eine Möglichkeit, die die französische Feuerwehr ausschloss, aus Angst davor, dass das Gebäude kollabieren könnte.

          Diese Zuversicht teilt eine Autorin von „The Atlantic“ nicht, die ein Bild der noch unversehrten Notre-Dame vom Sonntag teilte, versehen mit den Worten: „Gestern habe ich dieses Bild gemacht, als wir einfach herumgelaufen sind und uns gewundert haben, wie etwas so außergewöhnlich und so dauerhaft sein kann. Mir ist schlecht.“ Die Regisseurin Patty Jenkins („Wonder Woman“) schrieb, Notre-Dame würde „alle Religionen, Nationen und Unterschiede“ übersteigen. Es sei eines der größten Werke der Geschichte und der Architektur auf der Welt und wohl eins ihrer persönlichen Favoriten. Die Bilder vom Feuer brächten sie zum Weinen.

          Die Popsängerin Camila Cabello twitterte: „Mein Herz bricht, wenn ich das Feuer in Notre-Dame sehe.“ Nie würde sie den Moment vergessen, in dem sie zum ersten Mal durch Paris gelaufen sei, voller Ehrfurcht für die Schönheit der Stadt. Der Schauspieler Idris Elba fand schlichte, aber betroffene Worte: „Ich kann nicht glauben, was in Notre-Dame geschieht“, schrieb er. Schauspieler und Sänger Josh Groban schloss sich der kollektiven Trauer an. Er würde dem Brand in Notre-Dame mit großer Traurigkeit zusehen und hoffen, dass das Feuer bald unter Kontrolle sei. Die Kathedrale habe überlebt „und wird wieder überleben“.

          Game-of-Thrones-Star Maisie Williams unterbrach eigens die Feier zu ihrem Geburtstag, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen: „So ein unglaubliches Gebäude. Ich bin so traurig“, schrieb sie auf Twitter. „Hamilton“-Macher Lin-Manuel Miranda schrieb: „Ich stehe hier, neben dir, tief betrübt über Notre-Dame“, und die Sängerin Ellie Goulding twitterte, sie sei zutiefst traurig: „So viel verloren, in wenigen Sekunden. Ich bete (was ich nicht oft mache), dass das Feuer bald unter Kontrolle ist.“ Es sei vollkommen herzzerreißend.

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