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Verjüngungskur in Meran : Der wechselnde Haaransatz des Herrn Berlusconi

Da war noch was auf dem Kopf: Mit voller Haarpracht nahm Berlusconi Anfang Juli am europäischen Trauerakt für Helmut Kohl teil. Bild: dpa

Für seine Eitelkeit musste er manchen Spott einstecken. Nun zieht es Berlusconi zurück in die italienische Politik, die Verjüngungskur ließ nicht lange auf sich warten.

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          Es ist ja derzeit ein Phänomen, dass alternde Politiker (wieder) an die Macht streben. Und weil sie dabei auf keinen Fall alt aussehen wollen, unterziehen sie sich allen möglichen Prozeduren, um die Falten und die fortschreitende Glatze zu bekämpfen. Jüngstes Beispiel dafür ist Silvio Berlusconi. Italiens ehemaliger mehrfacher Regierungschef drängt nach kurzer Verschnaufpause dieser Tage zurück auf die politische Bühne seines Landes. Bevor er sich jedoch endgültig in den Wahlkampf für das kommende Jahr stürzt, geht er noch einmal ins Spa, um ein paar Jahre aus dem Gesicht zu zaubern – bislang mit mäßigem Erfolg.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Auf Bildern aus dem norditalienischen Kurort Meran sieht man ihn beim Versuch, ein entspanntes Lächeln ins gespannte Gesicht zu bekommen. Veröffentlicht hatte die Fotos Caroline Chenot auf ihrem Instagram-Account. Aus ihren Hashtags wird ersichtlich, dass Berlusconi wohl im Spa des Schweizer Kosmetikunternehmens Chenot Cosmetique in Meran seiner Verjüngung nachgeht.

          Allerdings hatte das Posieren nicht den gewünschten positiven Effekt für den alternden Politiker, denn was als erstes ins Auge stach, war die fehlende Haarpracht. Noch um Ostern hatte man den 80 Jahre alten Berlusconi in einem Video für Tierschutz Lämmer kuscheln sehen, die mindestens so viel Wolle am Leib hatten wie Berlusconi Haare auf dem Kopf. Die Kommentare unter dem Instagram-Post thematisierten dies sofort. „Haha, hat er die Perücke im Spa gelassen?“, fragt eine Nutzerin spöttisch.

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          Der scheinbar bewegliche Haaransatz Berlusconis ist in den vergangenen Jahren immer wieder Thema in den italienischen Medien gewesen. 2004 hatte der Vorsitzende der Forza Italia bereits eine Haartransplantation durchführen lassen. Seitdem wechselt der Ansatz in regelmäßigen Abständen von der Stirn zum Hinterkopf und zurück.

          Im Jahr 2010 veranlasste das selbst Bill Gates über die Eitelkeit des damaligen italienischen Regierungschefs zu spotten und ihn darauf hinzuweisen, dass er mehr Geld ins Gesundheitssystem stecken sollte und weniger in das Kaschieren seiner Glatze. Mit wie viel Haar Berlusconi am Ende in den Wahlkampf zurückkehrt, wird sich nach der Kur in Meran zeigen.

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