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Feiern rund um den Globus : Das Jahr 2020 ist da!

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Feuerwerk über dem Brandenburger Tor: Rund eine Million Menschen kamen zur Berliner Partymeile, um das Jahr 2020 zu begrüßen. Bild: EPA

Von Samoa über Australien und Hongkong, von Moskau über London bis Rio de Janeiro: Überall auf der Welt begrüßen die Menschen das neue Jahr ausgelassen. Die größte Party Deutschlands steigt in Berlin.

          5 Min.

          Das neue Jahr hat begonnen: In ganz Deutschland haben die Menschen ausgelassen den Jahreswechsel gefeiert und um Mitternacht das Jahr 2020 begrüßt. Die größte Silvesterparty des Landes fand traditionell wieder in Berlin statt: Zur Partymeile am Brandenburger Tor kamen Hunderttausende und bejubelten das enorme Feuerwerk, das den Nachthimmel über der Hauptstadt erleuchtete. Zuvor hatten unter anderem Kerstin Ott, die schwedische Rockband Mando Diao und The Rasmus für ausgelassene Stimmung gesorgt. Der Andrang zu der Party war dabei so groß, dass die Zugänge bereits gegen 20 Uhr geschlossen wurden.

          Noch vor der Silvesternacht war bundesweit eine Debatte über den Sinn und Unsinn von Böllerei angesichts von Klimaschutz sowie Lärm und Aggressionen entbrannt. Zum ersten Mal waren in der deutschen Hauptstadt Raketen und Böller nicht nur auf der Partymeile verboten, sondern auch in einigen anderen Bereichen – unter anderen galt rund um den Alexanderplatz ein Böllerverbot.

          Die Berliner Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und rückte fast 800-mal aus, sprach aber von einem vergleichsweise normalen Einsatzaufkommen für einen Silvesterabend in der Hauptstadt. Am Tempelhofer Hafen wurden mehrere Verletzte durch
          Pyrotechnik gemeldet, bei einem Einsatz in Kreuzberg wurden Feuerwehrleute mit Pyrotechnik und einem Stein beworfen. Während der Silvesterfeier am Brandenburger Tor wurden drei Verdächtige wegen sexueller Belästigung von Frauen festgenommen. Auch auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz wurde eine Frau sexuell belästigt. Ein 19 Jahre alter Verdächtiger wurde der Polizei übergeben.

          Zahlreiche Feuerwehreinsätze wegen Böllerei

          In Hamburg zündeten Unbekannte einen Streifenwagen der Polizei mit Böllern an. Die Polizisten seien im Einsatz gewesen und nicht am Wagen, als die Täter zuerst eine Scheibe am Auto einschlugen, wie ein Sprecher sagte. Die Unbekannten hätten dann durch das kaputte Fenster Böller in den Wagen geworfen – dieser sei daraufhin komplett ausgebrannt.

          Auch die Feuerwehr musste bundesweit zu einer Vielzahl von Einsätzen ausrücken. Schon tagsüber hatte es aus mehreren Regionen Deutschlands Berichte über Verletzte und Brände gegeben. Ein betrunkener Mann etwa zündete in seiner Wohnung in Hessen eine Silvesterrakete, löste so ein Feuer aus und verletzte sich selbst schwer.

          Trotz Feuersbrunst in Australien: In Sydney erstrahlt der Himmel beim traditionellen Silvesterfeuerwerk.

          In vielen Ländern der Welt begann das neue Jahr schon deutlich früher: Als weltweit Erste – bereits um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit – feierten die Menschen in Samoas Hauptstadt Apia den Jahreswechsel. Der Südseestaat liegt wie auch Kiribati gerade westlich der internationalen Datumsgrenze. Eine Stunde später gingen um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Neuseeland die Feuerwerkskörper in die Höhe. In der größten Stadt Auckland strahlte die Harbour Bridge in Farbenwellen. Der Fernsehturm Sky Tower, das mehr als 300 Meter hohe Stadtwahrzeichen, schoss wie schon in früheren Jahren Raketen aus seiner Spitze.

          Umstritten war dagegen das Feuerwerk im australischen Sydney. Trotz verheerender Buschbrände im Land schossen um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit Feuerwerkskörper von der Harbour Bridge und ließen den Hafen samt dem bekannten Opernhaus 12 Minuten lang in einem bunten Lichtspektakel erstrahlen. Zur großen Feier mit rund einer Million Besuchern wehten die Fahnen in Gedenken an die Brandopfer auf Halbmast. Angesichts der seit Wochen wütenden Buschbrände in der Region hatte eine Petition zur Absage der Pyro-Show Hunderttausende Unterzeichner gefunden. Doch die Feuerwehr erteilte eine Sondergenehmigung für das Feuerwerk. Die Hauptstadt Canberra sagte ihr Feuerwerk ab.

          Am Kanda Myojin Schrein in Tokio haben sich zahlreiche Einwohner zum Neujahrsgebet versammelt.

          In den folgenden Stunden begrüßten nach und nach die Länder in Asien das neue Jahr: In Japan erklangen um 16 Uhr MEZ die Glocken der buddhistischen Tempel 108 Mal. Dies entspricht nach dem buddhistischen Glauben der Zahl der irdischen Wünsche, die ein Mensch überwinden muss, um das Nirwana zu erreichen. Um 17 Uhr folgte der Jahreswechsel auf den Philippinen und in Malaysia, wo ebenfalls Feuerwerke die Himmel erleuchteten.

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