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Siegfried & Roy : Neuartige Zelltherapie für den „sehr kranken“ Roy

  • Aktualisiert am
Siegfried & Roy bei ihrer Show in Las Vegas
          1 Min.

          Der Magier Roy Horn ist nach Angaben seines deutschen Arztes „wirklich sehr krank, aber er hat keinen Krebs“. Albert Scheller, Chefarzt an der Klinik Leonardis in Bad Heilbrunn (Oberbayern), sagte weiter in einem Interview der „Bild“-Zeitung, der 60 Jahre alte Roy leide nicht nur an den Folgen der Bißverletzungen durch seinen Tiger.

          „Es sind auch nicht nur die Folgen seines Schlaganfalls. Roy leidet zusätzlich unter neurologischen Problemen und mehreren inneren Krankheiten, darunter Arteriosklerose, die ja zu seinem Hirninfarkt geführt hat“, erklärte der Mediziner. Ein Ziel der Behandlung sei es, zerstörte Nerven wieder zum Wachstum anzuregen und zu reparieren. „Wir wenden neue, innovative Therapien an“, sagte Scheller. Dazu gehörten eine Zelltherapie und die Anwendung moderner Wachstumsfaktoren.

          „Letzte Hoffnung auf Heilung“

          Der Chefarzt erklärte, die Therapie erfolge „mit Zellen aus Schweine-Embryos, die wir hier klinisch einwandfrei und frisch präparieren; diese Zellen haben eine unglaubliche Potenz.“ Sie würden mit dem Nervenwachstumsfaktor NGF kombiniert, erklärte Scheller. „Das regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an, die zerstörten Nerven wieder zu regenerieren.“ Nach Informationen von „Bild“ soll Roy Horn bis zu sechs Wochen in der Klinik bleiben. Die Therapie sei seine letzte Hoffnung auf Heilung.

          Die Leonhardis-Klinik in Bad Heilbrunn
          Die Leonhardis-Klinik in Bad Heilbrunn : Bild: dpa/dpaweb

          Roy Horn und sein Partner Siegfried Fischbacher hatten sich vergangenem Donnerstag in die Klinik begeben, die auf schwere Krebsfälle spezialisiert ist. Horn war am 3. Oktober 2003 während der Vorstellung in Las Vegas von seinem Tiger „Montecore“ in den Nacken gebissen und schwer verletzt worden. Er erlitt außerdem einen Schlaganfall.

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