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Trend in Deutschland : Wie schädlich ist Shisha-Rauch?

Gefährlicher als bisher angenommen: In Berlin steigt Rauch über einer Shisha auf. Bild: dpa

In Deutschland wird immer öfter Shisha geraucht. Über die Gefahren der orientalischen Wasserpfeifen ist wenig bekannt. Wie gefährlich ist der Trend wirklich?

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          Im Vorbereitungsraum der Alois-Shisha-Bar in Fellbach sind die Shisha-Schläuche nach Geschmacksrichtungen sortiert. „Traube-Minze“, „Falim-Lemon“ sowie „Sonstige“. Unter einer metallenen Dunstabzugshaube zündet die studentische Aushilfskraft Özgür, der den Gästen die Shishas gleich servieren will, drei kleine Kohlestücke an und wartet, bis sie glutrot durchgeglommen sind. Gute Shisha-Kohle wird aus Kokosnussschale gemacht, weil sie eine lange Brenndauer garantiert. „Die Kohle muss richtig durchgeglüht sein. Und die Shisha-Raucher sollten gut gegessen und getrunken haben, dann kann nicht viel passieren“, sagt Ali Mese, der die Bar vor sieben Jahren eröffnet hat. Davor arbeitete der Türke im Daimler-Werk in Untertürkheim.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Als der Konzern eine großzügige Abfindung anbot, entschloss er sich, am deutschen Wasserpfeifen-Boom teilzuhaben. Diese Art des Tabakrauchens wurde im 16. Jahrhundert in Indien erfunden und verbreitete sich vor allem in Persien. Das persische Wort Shisha bedeutet „Flasche“. Wasserpfeifen stehen heute zum Privatgebrauch auch in vielen deutschen Wohnzimmern. Und Shisha-Bars finden sich schon lange nicht mehr nur in Stadtvierteln, in denen mehrheitlich Einwanderer leben. Selbst in alten, umgebauten Dorfkneipen wird heute oft Shisha geraucht.

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