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Sharon Stone im Interview : „Sexualität ist etwas Wundervolles“

  • -Aktualisiert am

Immer noch gut dabei: Sharon Stone bei der Verleihung der „GQ Men of the Year Awards“ 2019 in Berlin. Bild: dpa

Sharon Stone wurde vom Magazin „GQ“ als Frau des Jahres ausgezeichnet. Im Interview spricht die Schauspielerin über ihre frühen Erfahrungen mit Feminismus, ihre Lebenshaltung – und das Tabu des sexuellen Missbrauchs.

          5 Min.

          Frau Stone, Sie sind vom Magazin „GQ“ als Frau des Jahres ausgezeichnet worden, auch weil Sie in Hollywood schon für Gleichberechtigung gekämpft haben, bevor das populär wurde. War das eine Strategie oder instinktive Reaktion auf den Status quo im Filmgeschäft?

          Da muss ich etwas weiter ausholen. Die Eltern meines Vaters gehörten zu den ersten Familien, die in Pennsylvania Öl gefördert haben. Sie waren sehr reich. Doch dann gab es einen schrecklichen Unfall an der Bohrstelle. Durch die Explosion kamen alle Personen an Ort und Stelle ums Leben. Das Geschäft wurde nicht an meine Großmutter, sondern an den achtzehnjährigen Sohn eines Großonkels vermacht. Und der hat die Firma in nur zwei Jahren verspielt und versoffen. Meine Großmutter verarmte in Folge dessen völlig. Mein Vater und sein Bruder wurden weggegeben und mussten in Scheunen übernachten, da waren sie gerade drei und vier Jahre alt. Mein Vater ist nur bis zur siebten Klasse zur Schule gegangen, fing früh an zu arbeiten, und hat es dann irgendwie geschafft, das Familienhaus zurückzukaufen. Und er wurde ein eingefleischter Feminist. Mir ist erst vor Kurzem bewusst geworden, wie sehr er mich schon als Kind beeinflusst hat.

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