Sexualisierte Gewalt :
Keine Anzeige – keine Hilfe?

Lesezeit: 8 Min.
Was tun? Nach dem Missbrauch ist es für Vergewaltigungsopfer wie Alina schwer, Hilfe zu finden.
Eine junge Frau wird mit K.-o.-Tropfen ­betäubt und vergewaltigt. Nach Hilfe sucht sie vergeblich – denn sie scheut eine Anzeige. Dabei gibt es ein Konzept, um Betroffenen auch ohne Polizei zu helfen. Es wird nur nicht überall angeboten.

Es dauerte eine Weile, bis sie ­realisierte, was passiert war. Als Alina an einem Sonntagmorgen vor gut einem Jahr in einem fremden Bett aufwachte, fühlte sie sich wie benebelt. Sie müssten noch die Pille danach holen, erinnerte sie der junge Mann, mit dem sie sich am Vortag spontan über eine Dating-App verabredet hatte. Sie gingen zur Apotheke, dann stieg die Jurastudentin in die Straßenbahn, noch immer nicht klar im Kopf. „Das Denken fiel mir schwer“, erinnert sie sich.

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