https://www.faz.net/-gum-9q2pa

Amerikanischer Rapper : Asap Rocky in Schweden wegen Körperverletzung verurteilt

  • Aktualisiert am

Asap Rocky und zwei seiner Begleiter hatten sich in Schweden wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten müssen. Bild: dpa

Das Gericht in Stockholm sieht es als erwiesen an, dass Asap Rocky und zwei seiner Begleiter einen jungen Mann geschlagen und getreten haben, als dieser am Boden lag. Ins Gefängnis müssen sie aber nicht.

          1 Min.

          Das Stockholmer Bezirksgericht hat den amerikanischen Musiker Asap Rocky und zwei seiner Begleiter der Körperverletzung an einem jungen Mann für schuldig befunden und zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die drei sollen das Opfer geschlagen und getreten haben, als es bereits am Boden lag. Ins Gefängnis müssen sie jedoch entgegen der Forderung der Anklage nicht. So schwer wiege der Angriff nicht, teilte das Gericht am Mittwoch mit.

          Der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heißt, und seine Begleiter hatten nach einem Konzert einen Mann zusammengeschlagen, jedoch angegeben, aus Selbstverteidigung gehandelt zu haben. Dies sah das Gericht anders. Die drei Angeklagten hatten bereits vier Wochen in Untersuchungshaft in Schweden verbracht. Das Opfer soll eine Entschädigung von 12.500 Schwedischen Kronen erhalten, knapp 1200 Euro.

          Der Fall hatte internationale Aufmerksamkeit erregt. Nicht nur, weil Asap Rocky bereits seit seinem Debütalbum „Long Live Asap“ aus dem Jahr 2013 – auf dem Lieder wie „Fuckin’ Problems“ oder auch „PMW“ (Akronym für Pussy, Money, Weed) die Gangsterattitüde des Künstlers hervorhoben – ein international erfolgreicher Hip-Hop-Musiker ist. Sondern weil auch mehrere amerikanische Prominente ihre Solidarität mit ihm bekundeten, selbst Aufrufe zum Boykotte Schwedens oder schwedischer Produkte blieben nicht aus.

          Zudem sah sich der amerikanische Präsident Donald Trump in offensichtlicher Unkenntnis des schwedischen Rechtssystems dazu veranlasst, den schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven anzurufen und ihm unter anderem anzubieten, persönlich für eine Kaution einzustehen, die es in Schweden gar nicht gibt. Löfven wies auf die Unabhängikeit der schwedischen Justiz hin. Trump zeigte sich enttäuscht, dass Löfven nichts ausrichten könne. Bereits nach der Verhandlung waren Asap Rocky und seine Begleiter aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Sie waren sogleich zurück nach Amerika geflogen.

          Weitere Themen

          McLaren muss rund 1200 Stellen streichen

          Liveblog zum Coronavirus : McLaren muss rund 1200 Stellen streichen

          Kontaktbeschränkungen bis 29. Juni verlängert +++ Südtirol lockt Urlauber mit Gratistests +++ Ramelow verteidigt Lockerungskurs +++ Söder: „Corona bleibt tödlich“ +++ Am 15. Juni öffnen bayrische Theater und Kinos+++ Alle Entwicklungen im Liveblog.

          Witz und Wirkung

          Karnevalist Karl Küpper : Witz und Wirkung

          Zum 50. Todestag Karl Küppers lobt die Stadt erstmals einen Preis im Namen des Büttenredners aus. Zuvor hatte sie sich mit dem Karnevalisten lange schwer getan.

          Topmeldungen

          Haben verschiedene Vorstellungen vom „Wiederaufbau“: Angela Merkel und Sebastian Kurz

          Österreichischer Bankchef : Lob für Merkel, Kritik an Kurz

          „Einen wirklich großartigen Plan“ nennt der Chef der größten österreichischen Bank den Vorschlag, die EU solle gemeinsame Schulden machen und das Geld als Zuschüsse an Krisenstaaten vergeben. Bernhard Spalt geht damit auf Konfrontation zu Kanzler Kurz.
          „Ich soll innerhalb von einer Stunde Stellung nehmen. Ich habe Besseres zu tun“, schrieb Drosten über die Anfrage der „Bild“

          „Bild“ gegen Drosten : Die versuchte Vernichtung

          Die Kampagne der „Bild“-Zeitung gegen den Virologen Christian Drosten legt vor allem eines offen: Das Desinteresse vieler an den Fakten für eine angemessene Pandemie-Politik.

          Sieg im Bundesliga-Topspiel : Der FC Bayern beendet den BVB-Traum

          Dortmund wollte gegen den deutschen Rekordmeister mithalten, verliert aber nach einem packenden Duell samt Traumtor. Damit zieht der FC Bayern im Kampf um die Meisterschaft weiter davon. Und dem BVB droht nun eine weitere herbe Enttäuschung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.