https://www.faz.net/-gum-agosl

Unterricht auf hoher See : Mit Algebra über den Atlantik

Der Großsegler „Johann Smidt“, der die Schüler über den Atlantik und zurück brachte. Bild: High Seas High School

Mit dem Passatwind im Rücken quer über den Atlantik und in die Karibik: Knapp 30 Schüler leben und lernen sieben Monate lang auf dem Großsegler „Johann Smidt“. Nicht nur für die Schüler ist das eine Herausforderung.

          6 Min.

          Normalerweise wartet die „große, weite Welt“ auf junge Menschen, wenn sie die Schulzeit beendet haben. Wer sich jedoch für das „segelnde Klassenzimmer“ qualifiziert, bereist sie schon währenddessen. Jedes Jahr im Herbst geht es für rund 30 Teenager auf einem Segelschiff mit dem Passatwind im Rücken quer über den Atlantik in die Karibik, mit längeren Aufenthalten in Costa Rica und auf Kuba. Nach knapp sieben Monaten legen die Zehnt- und Elftklässler wieder in Norddeutschland an. Um sich auf dieses Abenteuer einzulassen, ist eine gehörige Portion Mut und Anpassungswillen vonnöten – Segelerfahrung jedoch nicht.

          Eva Schläfer
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Offiziell firmiert das segelnde Klassenzimmer unter „High Seas High School“ (HSHS), frei übersetzt: die Oberstufe auf hoher See. Sie ist ein Angebot der Hermann Lietz-Schule, eines Internats auf Spiekeroog. Geleitet wird das Programm von Christoph Schmidt und seiner Frau Christiane Goltz, die sich vor vielen Jahren erstmals auf einem Großsegler begegneten. Beide kennen sich also auf dem Wasser aus, gehen heute aber nicht mehr auf Atlantiküberquerung. „Wenn die eine Reise beginnt, fangen wir an, die nächste vorzubereiten“, nennt Schmidt einen Grund. Ein anderer lautet: Die Kommunikation mit den Eltern muss aufrechterhalten werden. Eine oft zeitraubende Aufgabe, aber dazu später mehr.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Im Mai hielt Jan Veil zum ersten Mal eine Rede bei einer Kundgebung.

          Beweggründe für den Protest : Wie ein Linker zu den „Querdenkern“ kam

          Jan Veil sieht sich als Linker, er kämpft für Volksentscheide und hat lange die Grünen gewählt. Seit Mai nimmt er regelmäßig an „Querdenken“-Demonstrationen teil und hält dort immer wieder Reden. Was hat ihn dazu bewogen?
          Neue Riege: Karl Lauterbach (SPD), designierter Bundesminister für Gesundheit, Svenja Schulze (SPD), designierte Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Wolfgang Schmidt (SPD), designierter Chef des Bundeskanzleramtes, Hubertus Heil (SPD), designierter Bundesminister für Arbeit und Soziales, Lars Klingbeil, Christine Lambrecht (SPD), designierte Bundesministerin der Verteidigung

          Scholz stellt SPD-Minister vor : Wer das Land regieren soll

          Olaf Scholz präsentiert die Liste der künftigen SPD-Minister. Viele Frauen und Männer aus der Partei hatten sich bemüht, manche sich geradezu penetrant beworben. Doch bis zur letzten Minute bleibt alles vertraulich.