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Wolf Wondratschek im Interview : „Her mit dem Nobelpreis“

Plädoyer für Poesie: Wolf Wondratschek empfiehlt Gedichte – weil dort alles nachzulesen sei, was man übers Leben wissen sollte. (Bild von 2015) Bild: Julia Zimmermann

Wolf Wondratschek hat auffällig wenig Preise bekommen. Im Interview spricht der Schriftsteller über die Anerkennung, die er trotzdem erfahren hat, seinen idealen Leser und gute Autoren.

          12 Min.

          Herr Wondratschek, es gibt namhafte Literaturkritiker, die glauben, Sie hätten längst den wichtigsten deutschen Literaturpreis, den Georg-Büchner-Preis, verdient. Sehen Sie das auch so?

          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

          Ich werde Ihnen sicher nicht sagen, es sei an der Zeit, mir den Preis zu geben. Aber ich frage: Wenn man ihn mir gäbe, wäre es ein Fehler?

          Selbst Leute, die es nicht gut mit Ihnen meinen, sind der Meinung, dass Sie auffällig wenige Preise bekommen haben.

          Ihre Zeitung schrieb einmal: Der selten Gerühmte. Das ist eine sehr präzise Beschreibung.

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