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Schneebaby : Emma Gibson war 25 Jahre eingefroren

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Nach einer Rekordzeit von gut 24 Jahren Tiefkühlung als Embryo ist Emma von einer Amerikanerin ausgetragen worden. Bild: dpa

Eine Amerikanerin wollte ein Baby, ihr Mann aber ist zeugungsunfähig. Das Paar adoptierte ein eingefrorenes Embryo. Dann eröffneten die Ärzte, dass sie einen Weltrekord aufgestellt haben.

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          Eine Amerikanerin hat ein Kind zur Welt gebracht, das vor mehr als 25 Jahren als Embryo eingefroren worden war. Wie der Sender CNN am Dienstag meldete, wog Emma Wren Gibson knapp 3000 Gramm, als sie am 25. November in Tennessee geboren wurde. Nach Schätzungen amerikanischer Reproduktionsmediziner verbrachte die Tochter der Eheleute Tina und Benjamin Gibson mehr Jahre als Embryo als jedes andere bekannte „Snowbaby“.

          „Wenn dieser Embryo schon damals geboren worden wäre, hätte wir beste Freundinnen werden können“, sagte Tina Gibson. Die Sechsundzwanzigjährige hatte sich zur Adoption mehrerer Embryos entschieden, da ihr Mann wegen einer Mukoviszidose-Erkrankung zeugungsunfähig war. Sie suchte die Embryos im National Embryo Donation Center in Knoxville aus mehr als 300 Profilen sogenannter Spenderpaare aus. Da Gibson und ihr Mann klein und schlank gebaut sind, entschieden sie sich für den Nachwuchs eines ähnlichen Paares.

          Erst als sich einer der drei übertragenen Embryonen in Gibsons Gebärmutter eingenistet hatte, machten die Ärzte sie auf den möglichen Rekord aufmerksam. „Ich wollte ein Baby. Ob es ein Weltrekord ist oder nicht, spielt für mich keine Rolle“, sagte Gibson. Wie sie erfuhr, hatten Emmas biologische Eltern die Embryos im Oktober 1992 für eine künstliche Befruchtung einfrieren lassen. Da bei etwa jeder fünften In-Vitro-Fertilisation mehr Eizellen entnommen werden als benötigt, geben viele Paare in den Vereinigten Staaten sie später zu Forschungszwecken frei oder lassen sie adoptieren.

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