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Entdeckung am Mount Everest : Schmelzende Gletscher legen Leichen frei

  • -Aktualisiert am

Zeltstadt mit Müllproblem: das Everest-Basislager zu Beginn der Saison im April 2018 Bild: AFP

Der höchste Berg der Erde vermüllt. Hinzu kommen bis zu 300 Leichen, die nie geborgen wurden. Das soll sich nun ändern.

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          „Green Boots“ starb einen hohen Tod. Im Frühjahr 1996 wollte der Bergsteiger mit den grünen Stiefeln, der blauen Hose und der roten Jacke von der tibetischen Nordseite aus auf den Mount Everest steigen, den mit 8848 Metern höchsten Berg der Welt. Doch das Wetter verschlechterte sich. „Green Boots“ schaffte es nicht mehr hinunter. Seit 23 Jahren liegt er unter einem kleinen Felsvorsprung in 8500 Meter Höhe.

          Fast 300 Tote sollen den Weg der Everest-Bergsteiger säumen. Viele von ihnen lagen über Jahre unter Schnee und Eis verborgen. Die schmelzenden Gletscher bringen nun immer mehr der Verunglückten wieder zum Vorschein. An „Green Boots“, dem bekanntesten von ihnen, muss vorbei, wer über den Nordsattel steigen will. Für die Bergsteiger ist er zu einer Wegmarke geworden: Von hier sind es noch rund 400 Höhenmeter bis zum Gipfel.

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