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Scheidungskrieg : Eine Milliarde Dollar ist nicht genug

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Noch verheiratet: Harold Hamm und seine Frau Sue Ann im Jahr 2012 Bild: AP

Ein Gericht sprach Sue Ann Arnall nach der Scheidung von dem amerikanischen Ölmagnaten Harold Hamm knapp eine Milliarde Dollar zu. Ihr war das nicht genug, also reichte sie Beschwerde ein. Aber jetzt hat sie womöglich einen entscheidenden Fehler begangen.

          Die Verlockung war dann wohl doch zu groß. Als Sue Ann Arnall vergangene Woche den Scheck über knapp eine Milliarde Dollar entgegen nahm, sagte sie noch, sie werde ihn nicht einlösen. Gegenüber CNBC begründete sie das mit der Sorge, dass ihre Beschwerde gegen das Urteil in ihrem Scheidungsprozess sonst abgewiesen werden könnte. Denn die 975 Millionen Dollar, die ihr ein Gericht in Oklahoma nach der Scheidung von dem amerikanischen Ölmagnaten Harold Hamm zugesprochen hatte, sind ihr nicht genug.

          Inzwischen hat Sue Ann Arnall den Scheck entgegen ihrer Worte von vergangener Woche doch eingelöst. Den Rosenkrieg will sie aber weiter führen. Über ihre Anwälte teilte sie mit: Nur weil sie den Scheck einstweilig akzeptiert habe, werde sie nicht ihren Einspruch gegen das Urteil zurücknehmen, wonach Hamm den Großteil des ehelichen Vermögens behalten dürfe. Nach Arnalls Darstellung beträgt dieses bis zu 18 Milliarden Dollar.

          Harold Hamm dagegen hat beantragt, Arnalls Einspruch abzuweisen. Schließlich habe seine frühere Frau bereits die 975 Millionen Dollar akzeptiert. Ihr Recht auf eine Berufung gemäß der Gesetze des Staates Oklahoma habe sie mit der Einlösung des Schecks verwirkt, argumentierte Hamms Anwalt Michael Burrage.

          Hamm ist einer der reichsten Männer der Vereinigten Staaten. Er ist Chef des Ölkonzerns Continental Resources und war Energieberater des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney. Er und Sue Ann Arnall hatten 1988 geheiratet. 2012 reichte Arnall die Scheidung ein und nahm wieder ihren Mädchennamen an.

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