https://www.faz.net/-gum-9lsyz

Uni-Betrugsskandal : Schauspielerin Lori Loughlin der Geldwäsche beschuldigt

  • Aktualisiert am

Schauspielerin Lori Loughlin und ihr Ehemann Mossimo Giannulli (l.) verlassen das Gericht in Boston. (Archivbild) Bild: Reuters

Der Betrugsskandal um amerikanische Universitäten weitet sich aus. Zahlreichen Prominenten wird vorgeworfen, Bestechungsgelder gezahlt zu haben. Lori Loughlin wird mit einem weiteren Vorwurf konfrontiert.

          Im amerikanischen Hochschul-Bestechungsskandal müssen sich etliche Beschuldigte nun auch wegen Geldwäsche verantworten. Der Schauspielerin Lori Loughlin (54) und ihrem Ehemann sowie 14 weiteren Eltern werde vorgeworfen, Bestechungsgelder und andere Zahlungen an eine als gemeinnützig eingestufte Organisation des Drahtziehers Rick Singer (58) geleistet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft in Boston im Bundesstaat Massachusetts am Dienstag mit.

          Zudem sollen sie zu Betrugszwecken Geld von außerhalb der Vereinigten Staaten in das Land überwiesen haben. Den Eltern drohen Haftstrafen und empfindliche Geldbußen. Lori Loughlin ist aus der Sitcom „Full House“ bekannt, ihr Mann ist der Modedesigner Mossimo Giannulli (55).

          Um ihre Kinder in Yale, Stanford oder Georgetown zu platzieren, sollen Dutzende Prominente und andere wohlhabende Eltern Mitarbeiter an Colleges und Universitäten in den Vereinigten Staaten bestochen haben. In einigen Fällen machten bezahlte Vertreter die Uni-Aufnahmeprüfungen für die Sprösslinge, in anderen wurden die Ergebnisse der Promi-Kinder nach oben korrigiert. Manchmal wurden Sporttrainer und andere Mitarbeiter bestochen, um die Studenten als Athleten an den Unis unterzubringen.

          Loughlin und Giannulli sollen eine halbe Million Dollar gezahlt haben, um ihren beiden Töchtern Studienplätze als Ruderinnen an der University of Southern California zu sichern, obwohl die jungen Frauen keine Sportlerinnen sind.

          In dem Skandal hatte sich  die amerikanische Schauspielerin Felicity Huffman (56, „Desperate Housewives“) am Montag schuldig bekannt. Huffman soll laut Anklage – als Spende getarnt – 15.000 Dollar (13.300 Euro) Schmiergeld gezahlt haben, um zu erreichen, dass Antworten ihrer ältesten Tochter beim landesweiten Einstufungstest SAT nachträglich aufgebessert wurden. Huffman, die aus ihrer Ehe mit dem Schauspieler William H. Macy zwei Töchter hat, wurde Mitte März in Los Angeles verhaftet und musste Anfang April in Boston vor Gericht erscheinen. Ihr drohen mehrere Jahre Haft und eine Geldstrafe.

          Weitere Themen

          Achtjährige in Favela erschossen

          Proteste gegen Polizei in Rio : Achtjährige in Favela erschossen

          Ein Militärpolizist hatte dem Mädchen versehentlich in den Rücken geschossen. Der Fall wird von den Behörden untersucht – das es ist bereits das fünfte Kind, das in diesem Jahr in Rio in Folge von Polizeigewalt starb.

          Topmeldungen

          Thomas Cook ist pleite : Was Reisende jetzt wissen müssen

          Die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook verunsichert Tausende von Urlaubern. Geht mein Geld verloren? Wie sicher ist das Absicherungsversprechen? Die wichtigsten Fragen und Antworten für Reisende.
          Stephan E. soll den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ermordet haben.

          Geheimpapier : Falsche Angaben im Fall Lübcke?

          Der hessische Verfassungsschutz soll im Vorfeld mehr über Lübckes mutmaßlichen Mörder gewusst haben, als zunächst zugegeben wurde. Ein Geheimpapier belastet die Behörde.
          Einer für alles: Aktuelle Samsung-Fernseher haben auch die Apple-TV-App installiert.

          Video-Streaming im Überblick : Was gibt es da zu glotzen?

          Netflix, Amazon, Sky und jetzt noch Apple: Video-Streaming ersetzt immer mehr das klassische Fernsehen. Das Angebot wird vielfältiger und der Zugang komfortabler.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.