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Ministerpräsidentinnen : Sanna Marin und Jacinda Ardern kontern sexistische Frage

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Die finnische Premierministerin Sanna Marin und die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern am 30. November im Regierungsgebäude in Auckland. Bild: Getty

Die beiden Spitzenpolitikerinnen wurden bei einer gemeinsamen Pressekonferenz befragt, ob sie sich wegen ihres Alters und Geschlechts träfen. Beide reagierten schlagfertig.

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          Beim ersten Treffen der beiden Ministerpräsidentinnen aus Finnland und Neuseeland haben Sanna Marin und Jacinda Ardern gekonnt Zweifel an der Ernsthaftigkeit ihres politischen Austauschs zurückgewiesen.

          Auf einer Pressekonferenz in Auckland wurden die 37 und 42 Jahre alten Politikerinnen gefragt, ob sie sich nur wegen ihres ähnlichen Alters und ähnlicher Erfahrungen in der Frühzeit ihrer politischen Karriere träfen – oder ob mehr Abkommen zwischen ihren Ländern erwartet werden könnten.

          „Wir treffen uns, weil wir Ministerpräsidentinnen sind“

          Der Frage voraus­gegangen waren schon mehrere Erkundungen über den Einsatz der Ministerpräsidentinnen für Frauenthemen und die gemeinsame Erfahrung als Frauen in der Politik. „Wir treffen uns, weil wir Ministerpräsidentinnen sind“, antwortete Marin schlagfertig. Zuvor hatte sich schon Ardern irritiert über die Annahme gezeigt, das Treffen könnte aufgrund oberflächlicher Gemeinsamkeiten wie Alter und Geschlecht zustande gekommen sei.

          „Hat irgend­jemand jemals Barack Obama und John Key gefragt, ob sie sich wegen ihres gleichen Alters getroffen haben?“, sagte Ardern mit Bezug auf einen ihrer Vorgänger. Natürlich sei es nach wie vor so, dass es in der Politik einen höheren Männeranteil gebe. Aber wenn sich zwei Frauen träfen, dann nicht nur wegen ihres Geschlechts.

          Zwischen den beiden Ländern gebe es großes Potential. Nach Marins Angaben ist es das erste Mal überhaupt, dass ein amtierendes Regierungsoberhaupt Finnlands Neuseeland sowie das Nachbarland Australien besucht. Die finnische Ministerpräsidentin wird von einer großen Wirtschafts­delegation begleitet.

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