https://www.faz.net/-gum-9kw5b

Hamburg : Rihanna geht gegen Schönheitssalon vor

  • Aktualisiert am

Rihanna während der Weltpremiere des Films „Ocean’s 8“. Die Sängerin geht derzeit rechtlich gegen einen Schönheitssalon in Hamburg vor. (Archivbild) Bild: dpa

„Rihana Lami“ heißt der kleine Salon in Hamburg. Zu ähnlich, findet die Sängerin und hat einen Anwalt beauftragt. Die Betreiber des Schönheitssalons verstehen die Welt nicht mehr.

          Ein Hamburger Schönheitssalon hat Probleme mit der bekannten R&B-Sängerin Rihanna. Grund dafür ist nicht etwa eine verpatzte Dienstleistung, sondern der Name des Geschäftes. Inhaberin Samia El Aidi hat den Salon nach ihrer Nichte und ihrer Tochter benannt - „Rihana Lami“. Doch das stößt den Anwälten der Sängerin bitter auf, denn auch Rihanna ist in der Branche unterwegs. Die Juristen fürchten Verwechslungen und die Ausnutzung des guten Rufes von Rihanna, die unter anderem eine Kosmetikkollektion hat.

          Deshalb haben Anwälte nun Widerspruch gegen die Marke „Rihana Lami“ eingelegt. Es gebe ein markenrechtliches Widerspruchsverfahren, sagte ein Sprecher des Deutschen Patent- und Markenamtes am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Der Widerspruch sei auf 38 Seiten relativ umfangreich begründet worden. Bis es zu einer Entscheidung kommt, könne es noch etwa ein Jahr dauern, sagte der Sprecher. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

          Die Inhaberin und ihr Ehemann können indes die Welt nicht mehr verstehen. „Wir haben nie versucht, über ihren Namen berühmt zu werden, sondern nur über unsere Dienstleistungen“, sagte Walli El Aidi der Nachrichtenagentur dpa. „Ich bin ein Fan von ihr“, sagte er weiter. „Am liebsten würden wir sagen: „Wir sind erst seit acht Monaten unterwegs und lebten vorher von Hartz IV. Warum machst du uns kaputt? Unterstütz’ uns doch. Du bist doch auch von ganz unten gekommen.““

          Namensähnlichkeiten haben in Hamburg schon mehrfach zu gerichtlichen Streitereien geführt. So legte sich John Lennons Witwe Yoko Ono erfolgreich mit dem Besitzer der „Yoko Mono Bar“ und der „John Lemon Bar“ an und gewann. Der Versandhändler Otto-Group dagegen konnte vor Gericht nichts gegen „Otto’s Burger“ ausrichten, weil dem Gericht zufolge die Verwechslungsgefahr schlicht nicht groß genug war.

          Weitere Themen

          Herne fährt langsam los

          E-Tretroller : Herne fährt langsam los

          In deutschen Städten wurden die E-Tretroller gerade erst zugelassen – die Modellstadt Herne startete schon vorher ein „Experiment“ mit den Scootern.

          Topmeldungen

          Mord an Walter Lübcke : Die alten NSU-Wunden sind noch nicht verheilt

          Die Menschen in Kassel kennen rechtsextremistischen Terror durch den NSU. 2006 wurde dort Halit Yozgat ermordet. Der Fall Lübcke weckt Erinnerungen. Wie geht die türkische Gemeinschaft damit um? Ein Besuch vor Ort.
          Edelgard Bulmahn (SPD) war von 1998 bis 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung (Archiv).

          Bulmahn über 20 Jahre Bologna : „Da ist etwas aus dem Ruder gelaufen“

          Edelgard Bulmahn war federführend beteiligt, als vor 20 Jahren Bachelor und Master in die deutschen Universitäten einzogen. Im FAZ.NET-Interview spricht die frühere Bildungsministerin über die Freiheit der Wissenschaft und das Humboldtsche Bildungsideal.

          Preisvergleich : So teuer ist der Nahverkehr in der Großstadt

          Der Autoclub ADAC hat die Ticketpreise für den Nahverkehr in 21 Großstädten verglichen – und dabei interessante Ergebnisse festgestellt. Fest steht: Mit Fahrrad wird es fast überall teurer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.