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„Rudelsingen“ : Hemmungslos mitschmettern

Und alle Besucher machen mit: Besucher beim „Rudelsingen“ in Wuppertal. Bild: Stefan Finger

David Rauterberg bringt beim „Rudelsingen“ Tausende dazu, ohne Hemmungen loszuschmettern. Die Idee für die Mitmachkonzerte hat er bei einer Kölner Musikerin abgeschaut - und damit offenbar einen gesellschaftlichen Nerv getroffen.

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          Im Sommer dieses Jahres wurde Katrin Höpker deutlich. Die ausgebildete Sängerin, Pianistin und Erfinderin der Veranstaltungsreihe "Frau Höpker bittet zum Gesang - Das Mitsingkonzert" gab eine Pressemitteilung mit wütendem Unterton heraus, in der sie betonte, dass ihre Auftritte ohne den Einsatz von Playback auskämen. "Wir möchten Sie daher bitten, im Zusammenhang mit Frau Höpkers Mitsingkonzert auf Begriffe wie „Karaoke“ und „Rudelsingen“ zu verzichten", schloss die Mitteilung.

          Das war ein Seitenhieb auf ihren schärfsten Konkurrenten David Rauterberg, der mit Halbplaybacks arbeitet. Höpker und Rauterberg haben sich eigentlich nicht mehr viel zu sagen, aber diese Klarstellung war in beider Interesse. Denn Rauterberg hat den Namen seiner Mitsingkonzerte vor sieben Jahren als Marke eintragen lassen. Seine Frau hatte die Idee. "Rudelsingen" ist seitdem ein geschützter Begriff. Rauterberg mit zwei Kollegen sowie elf weitere Teams treten in ganz Deutschland und den Niederlanden auf - mit einem Beamer, einem E-Piano, einer Gitarre und einem Mikrofon.

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