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„Royal Baby“ : Die Briten wetten auf George und James

  • Aktualisiert am

Royal Navy grüßt Royal Baby: Soldaten auf der Fregatte HMS Lancaster, unterwegs in der Karibik Bild: REUTERS

Es ist ein Junge - so viel steht seit gestern Abend fest. Die königliche Familie könnte „glücklicher nicht sein“, die Briten feiern die Nummer drei der Thronfolge. Und setzen ihr Geld nun auf die möglichen Namen.

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          Die heiß ersehnte Geburt des Sohnes von Prinz William und seiner Ehefrau Kate hat das Wettfieber in Großbritannien neu entfacht. Nachdem in den vergangenen Wochen viel auf das Geschlecht der Nummer drei der Thronfolge gewettet wurde, steht nun der Name des Kleinen im Mittelpunkt. Die meisten Wetteinsätze wurden dabei auf die Namen George und James gesetzt, wie die Buchmacher am Montag mitteilten.

          George ist der heiße Favorit bei dem irischen Wettbüro Paddy Power, gefolgt von James, Alexander und Louis. Beim Anbieter Ladbrokes tippen die meisten Kunden auf James, den Namen von Kates Bruder. Aber auch Harry wird in Anspielung auf Williams Bruder genannt.

          Der Königshof hatte nach der Geburt am Montagabend mitgeteilt, den Namen des Babys „zu gegebener Zeit“ zu verkünden. Auch auf den genauen Termin der Bekanntgabe werden nun selbstverständlich Wetten angenommen.

          Die Niagarafälle in Kanada strahlen zur Ehre des Jungen in königlichem Blau. Bilderstrecke

          Der Phantasie der Wettbüros sind offenbar keine Grenzen gesetzt: Auf die ersten Worte des kleinen Thronfolgers kann nun ebenfalls schon Geld gesetzt werden. Auch Wetten darauf, ob William oder Kate das Baby beim Verlassen der Klinik auf dem Arm tragen, werden angeboten. Wer möchte, kann bei den Wettanbietern auch über die Farbe des Kleids von Kates Schwester Pippa bei ihrem ersten Besuch in Krankenhaus spekulieren.

          Der Hype um das „Royal Baby“ brachten den Wettanbietern bisher nach eigenen Angaben insgesamt fast 1,2 Million Euro ein. Vor allem über das Geschlecht des Kindes war lange spekuliert worden. Nach einem vermeintlichen Versprecher Kates hatten bei Paddy Power 60 Prozent der Spieler auf ein Mädchen getippt. Auf den Montag als Geburtstermin hätten nur fünf Prozent gesetzt, sagte ein Sprecher des Buchmachers Williams Hill. Der 17. Juli sei der klare Favorit gewesen.

          Prinz Williams Ehefrau Kate hatte am Montag einen gesunden Sohn zur Welt gebracht. Der Geburt der Nummer drei in der britischen Thronfolge hatte das Land seit Tagen entgegengefiebert. Der Junge, der 3800 Gramm wiegt, und seine Mutter sind wohlauf.

          Zwei Wochen Elternzeit für Prinz William

          Prinz William hat mit einem einzigen Satz seine Begeisterung über die Geburt seines Sohnes ausgedrückt. „Wir könnten nicht glücklicher sein“, hieß es in der Mitteilung des 31 Jahre alten Vaters am Montagabend. Der Zweite der britischen Thronfolge war während der Geburt des Prinzen von Cambridge am Montag an der Seite seiner Frau Kate gewesen. Er hat nun zwei Wochen Elternzeit, bevor er zur Arbeit als Rettungshubschrauberpilot nach Wales zurückkehrt.

          Am Dienstag soll der Kleine der Tradition gemäß mit 41 Salutschüssen im Green Park in der Nähe des Buckingham Palastes in London begrüßt werden, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Gleichzeitig werden dem Plan zufolge 62 Schüsse am Tower von London zu hören sein. Vom frühen Morgen an versammelten sich vor dem Palast Schaulustige und Royal-Fans, um die auf einer Staffelei aufgestellte Verkündungsnotiz zur Geburt des Jungen vom Montag zu sehen.

          Aus aller Welt trudelten Glückwunschbotschaften ein, unter anderem von Williams Kollegen von der Luftwaffenbasis in Wales, wo er als Rettungshubschrauber-Pilot arbeitet. „Wir sind alle sehr glücklich“, hieß es von dort. Bei den Irish Guards, dem Regiment, dem William angehört, wurde mit Guinness auf den kleinen Thronfolger angestoßen, der am Montag zur Welt gekommen war. Britische Zeitungen druckten am Dienstag Sonderseiten zur Geburt. So änderte das Boulevardblatt „The Sun“ seinen Titel in „The Son“ („Der Sohn“) um.

          Zahlreiche Sehenswürdigkeiten in London erstrahlen in den kommenden Tagen in royalem Blau, unter anderem die Brunnen am Trafalgar Square sowie der Triumphbogen Marbel Arch. Am Montagabend hatten Hunderte Menschen vor dem Buckingham Palast und am Trafalgar Square die Nachricht von der Geburt gefeiert - bis heftige Gewitterschauer dem ein Ende setzten.

          Verkündet worden war die Geburt des Nachwuchses am Abend. Dabei verlief nicht alles ganz nach Plan: Ursprünglich hatten William und Kate die Notiz mit einer von Kameras gefilmten Autotour zum Palast bringen lassen wollen. Erst dann sollten offizielle Mitteilungen an die Medien herausgehen. Da sich die Verkündung jedoch bis in den Abend hinzog, verzichten sie darauf, und gaben zunächst die Pressemitteilung zur Geburt heraus. Erst dann erschien die Notiz auf der goldenen Staffelei vor dem Palast - eine von mehreren verschiedenen Traditionen, die es zur Verkündung von Nachwuchs im Königshaus gibt.

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