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Rosenmontagsumzüge : „Amerika, leiste Widerstand!“

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Anspielung auf das umstrittene „Spiegel“-Cover, auf dem Trump die Freiheitsstatue geköpft hatte. Bild: dpa

Donald Trump als Vergewaltiger, Donald Trump in einer Reihe mit Adolf Hitler, und ein von der Freiheitsstatue geköpfter Donald Trump – die Düsseldorfer Karnevalswagen fallen in diesem Jahr besonders „gepfeffert“ aus.

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          Blutrünstig, bissig, provokant wie selten: An Donald Trump kommt am Rosenmontag keiner vorbei. Dem umstrittenen amerikanischen Präsidenten widmen die Narren eine ganze Reihe von Motivwagen: mal Trump als Vergewaltiger der Freiheit, mal als Unterlegener, der im Kampf mit der Freiheit seinen Kopf verliert. Bewacht von mehr als 1000 Polizisten und geschützt vor Terroranschlägen hinter Lastwagen-Sperren arbeiten sich vor allem die Düsseldorfer Narren an Trump ab. Der einzige, der da noch halbwegs mithalten kann, ist ein gewisser Martin Schulz.

          „Blond ist das neue Braun“: In einer Reihe mit Marine Le Pen, und Geert Wilders findet sich Trump zwischen den Rechtsaußen Europas wieder - am Ende der Reihe feixt ein erblondeter Adolf Hitler.

          Die „Demokratiefresser“ sind das, was die Narren 2017 umtreibt: Der russische Putin, Polens Kaczynski, Ungarns Orban, der türkische Erdogan sowie der unvermeidliche Trump futtern sich als fette Raupen durch ein bereits sichtlich angefressenes grünes Blatt: die Demokratie.

          In Köln gibt es einen „geheimen“ Motivwagen

          Der türkische Präsident Erdogan alias „Erdowahn“ sieht sogar in einem kleinen, frechen Narren einen gefährlichen Terroristen – in Anspielung auf den Umgang mit seinen Kritikern.

          Die Kölner Karnevalisten widmeten ihm sogar einen erst im letzten Moment enthüllten „geheimen“ Motivwagen: Erdogan als Pippi Langstrumpf macht sich „die Welt, wie sie ihm gefällt“. Ein Gefängnis wird als „Villa Kunterbunt“ angemalt. Trump zeigen sie als unbeliebten Schüler, neben dem – außer Putin – keiner sitzen will.

          Karnevalswagen in Düsseldorf: Donald Trump missbraucht die Freiheit. Bilderstrecke

          Der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly verteidigte am Montag seine Motive im WDR-Hörfunk: Da die Fehlentwicklungen in der internationalen Politik zurzeit besonders dramatisch seien, müssten auch die Wagen besonders „gepfeffert“ ausfallen. „Er ist natürlich eine Karikatur an sich und damit ein Göttergeschenk für Karikaturisten“, hatte Tilly im dpa-Interview über Trump gesagt. Motto des Düsseldorfer Karnevals: „Uns kritt nix klein - Narrenfreiheit, die muss sein“ („Uns kriegt nichts klein ...“).

          Als Newcomer vom Narrenspott verfolgt sieht sich in diesem Jahr  SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Gekleidet als Neandertaler nimmt er es mit einem ausgewachsenen Mammut auf: einem „Mammutti“, das Bundeskanzlerin Angela Merkel sehr ähnlich sieht. Auf einem anderen Wagen kommt Schulz durch seine Umfragewerte reichlich aufgepumpt daher.

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