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Missbrauchsvorwürfe : Rose McGowan belastet Asia Argento

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Traten mit ihren Vorwürfen gegen Harvey Weinstein eine Lawine los: Asia Argento (links) und Rose McGowan, hier auf einer Demonstration in Rom am Internationalen Frauentag Bild: dpa

Die „MeToo“-Vorkämpferin und Schauspielerin Asia Argento soll einen Minderjährigen missbraucht haben. Sie bestreitet die Vorwürfe. Nun schreibt ihre Mitstreiterin Rose McGowan einen offenen Brief an sie – und erhebt schwere Vorwürfe.

           #MeToo-Vorkämpferin Rose McGowan hat ihre Schauspielkollegin Asia Argento in einem offenen Brief aufgefordert, ehrlich mit den Missbrauchsvorwürfen gegen sie umzugehen. „Asia, du warst meine Freundin. (...) Jeder kann besser sein – ich hoffe, du kannst es auch. Tu das Richtige. Sei ehrlich. Sei fair. Lass Gerechtigkeit ihren Gang gehen“, heißt es in dem Schreiben, das unter anderem dem Filmportal „Deadline“ vorliegt.

          Die „New York Times“ hatte vor anderthalb Wochen berichtet, Argento habe den heute 22 Jahre alten Schauspieler Jimmy Bennett in Kalifornien missbraucht, als er 17 und sie 37 Jahre alt war. Sexuelle Handlungen mit Unter-18-Jährigen sind in dem amerikanischen Bundesstaat strafbar. Bennett habe Jahre später 3,5 Millionen Dollar von Argento gefordert, in diesem Frühjahr hätten sie sich auf 380.000 Dollar (rund 330.000 Euro) geeinigt. Argento hatte den Bericht der Zeitung wenige Tage später deutlich zurückgewiesen. Bennett sprach von einem „Ereignis“, das ihm widerfahren sei und einer „Person, die mir Unrecht getan hat“ – was genau er Argento vorwirft, ließ er aber offen.

          Argento und McGowan sind beide Teil der #MeToo-Bewegung. Beide Frauen werfen dem ehemaligen Hollywoodmogul Harvey Weinstein vor, sie vergewaltigt zu haben. Ihre persönliche Beziehung zu Argento beeinflusse ihre Sicht auf die aktuelle Situation aber nicht, betonte McGowan, die den Vorwürfen gegen ihre Kollegin laut Statement Glauben schenkt: „Es ist traurig, eine freundschaftliche Verbindung zu verlieren, aber noch trauriger ist, was Jimmy Bennett passiert ist.“ Sie hoffe, dass der Fall der #MeToo-Bewegung nicht schade: „Wir können nicht zulassen, dass dieser Moment den Schwung einer Bewegung bricht, die so viele Menschen befreit hat. Wir müssen ihn dazu nutzen, uns zu erlauben, stärker zu werden. Mitfühlender. Aufmerksamer. Und organisierter.“

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