https://www.faz.net/-gum-9lncc

„Windloch“ : Riesiges Höhlensystem im Bergischen Land entdeckt

  • Aktualisiert am

Millionen Jahre alt: Forscher erkunden die Höhle bei Engelskirchen. Bild: dpa

Ein mehrere Millionen Jahre altes Höhlensystem ist im Bergischen Land entdeckt worden. An manchen Stellen ist die Höhle mehr als zehn Meter hoch und bis zu fünf Meter breit.

          Forscher haben im Bergischen Land ein mehrere Millionen Jahre altes Höhlensystem entdeckt. Die „Windloch“ genannte Höhle im Ründerother Mühlenberg ist nach Angaben der Stadt Engelskirchen weit verzweigt und mindestens einen Kilometer lang. „Wir sind zweieinhalb Stunden lang durchgegangen und haben kein Ende gefunden“, sagte Stefan Voigt, der zu den erfahrensten Höhlenforschern in Deutschland zählt und dem in ganz Nordrhein-Westfalen aktiven Speläologen-Verein Arbeitskreis Kluterthöhle (AKKH) vorsitzt. „Besonders ungewöhnlich ist, dass die Gänge frei waren von Hindernissen.“

          An manchen Stellen sei die Höhle mehr als zehn Meter hoch und bis zu fünf Meter breit. Wie groß das Gangsystem tatsächlich sei, könnten die Forscher nicht abschätzen. Die Engelskirchener Höhle hatten die AKKH-Forscher schon seit Jahren im Blick. Erst Ende März aber gelang es ihnen, in das Gangsystem einzudringen.

          Nordrhein-Westfalen zählt zu den höhlenreichsten Gegenden Deutschlands. Die meisten natürlichen Unterwelten befinden sich im Sauerland und im Bergischen Land. Wie die allermeisten Höhlen dort soll auch das Engelskirchener „Windloch“ nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein, da die unterirdischen Welten erhebliche Gefahren bergen. In Engelskirchen kann man aber die Aggertalhöhle besichtigen – oder in Ennepetal die für den AKKH namensgebende Kluterthöhle. Einer der ungewöhnlichsten Konzertsäle Deutschlands ist die Balver Höhle im Sauerland.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Spahns Notfallplan : Fast schon verdächtig viel Zustimmung

          Der Gesundheitsminister will Kassenärzte und Krankenhäuser zur Zusammenarbeit zwingen – und erhält dafür Lob von allen Seiten. Doch bei der Umsetzung sperren sich die Verantwortlichen noch.
          Hat sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Staaten bekannt: Annegret Kramp-Karrenbauer

          Akks Wehretat : Der Streit schwelt weiter

          Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt das Ziel der Nato, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Das provoziert Widerstand – in der Opposition und selbst beim Koalitionspartner.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.