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Reinhard Mey : „Ich hatte eine Scheu, meine Liebe offen darzulegen“

Der wohl bekannteste deutsche Liedermacher Reinhard Mey Bild: Julia Zimmermann

Er ist der wohl bekannteste deutsche Liedermacher, ein „Poet des Alltäglichen“ ist er genannt worden, er steht seit 50 Jahren auf der Bühne: Reinhard Mey über seine drei Kinder, das zärtliche Verhältnis zu seinen Gitarren und die Schönheit seiner Frau.

          7 Min.

          Herr Mey, Ihr alter Freund Hannes Wader hat zuletzt seine Autobiographie veröffentlicht. Warum Sie noch nicht?

          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

          Weil es mir zu viel Spaß macht, Lieder zu schreiben.

          Geht doch beides.

          Bei mir nicht. Wenn ich meine Lieder geschrieben habe, dann muss ich etwas ganz anderes machen. Oder gar nichts. Einfach nur so dasitzen, wie Loriot sagt.

          Wader erzählt in seinem Buch von seinem Hang zur Aggression. Haben Sie ihn je darum beneidet? Die kann ja auch die Kreativität fördern.

          Nein. Beneidet habe ich ihn um seine wunderbaren Melodien und seine Verse. Ein Satz geht da manchmal über eine ganze Strophe, und du denkst, wo soll das hinführen, und am Schluss macht er eine Punktlandung, und alles ist genau dort, wo es sein soll. Wir sind an vielen Abenden nacheinander aufgetreten. Wenn er spielte, habe ich nie hinter der Bühne gesessen und Kreuzworträtsel gelöst, sondern ihm zugehört.

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