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Dating-Apps : Menschen zum Anfassen

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Beliebt: Dating-Apps, die einem langes Hin- und Hergeschreibe ersparen. Sie setzen auf Events und ein schnelles Treffen. Bild: Liz Clayman/Redux/laif

Der Haken an den heutigen Dating-Apps ist, dass sie extrem zeitraubend sind. Eine neue Generation will das Kennenlernen im echten Leben beschleunigen.

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          Die Gründungsgeschichte einer Liebe ist wichtig – und heikel. Wer möchte seinen Eltern schon erzählen, man kenne einander von Tinder? Obwohl die Nutzerzahlen von Dating-Apps rasant steigen, geben in der Umfrage einer dieser Dienste 30 Prozent der Befragten an, sie würden am liebsten von Freunden oder der Familie verkuppelt werden, 24 Prozent träumten jeweils davon, ihre große Liebe auf einer Party oder bei einem gemeinsamen Hobby kennenzulernen. Nur neun Prozent würden sich vorzugsweise in ihr nächstes Bumble-Match verlieben. Die Realität sieht anders aus.

          Eine neue Generation amerikanischer Dating-Apps will Abhilfe schaffen: The League, die dieses Jahr auch in Deutschland starten soll, und Bounce, deren Plattform bisher nur in New York verfügbar ist, versprechen, „Real life“-Dating unter jungen Leuten wieder gängiger zu machen. Bei The League werden Nutzer deshalb unter anderem gegen Gebühr auf Events wie Partys oder zu Ski-Trips eingeladen; Bounce dagegen lässt Singles während viertelstündiger „Matching-Sessions“ Dates für denselben Abend vereinbaren. Dabei wird Nutzern für jeweils 60 Sekunden ein Profil gezeigt, dann müssen sie sich entscheiden, ob sie die Person treffen wollen. Sagen beide ja, schlägt die App eine Bar als Treffpunkt vor. Kein Online-Smalltalk, kein stundenlanges Durchklicken, kein tagelanges Hin-und-her-Chatten bis zur Verabredung. Wer trotzdem stehengelassen wird, bekommt beim nächsten Date einen Drink aufs Haus.

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