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Frau „unglücklich getroffen“ : Rapper Gzuz entschuldigt sich im Gericht

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Gzuz steht vor Gericht: Dem Rapper werden Verstöße gegen das Waffengesetz, versuchter Diebstahl und Körperverletzung vorgeworfen. Bild: dpa

Der Rapper Gzuz soll einer Frau vor einer Disko ins Gesicht geschlagen haben. Jetzt hat er sich bei der Neunzehnjährigen entschuldigt und ihr ein Angebot gemacht, das sie angenommen hat. Der Prozess geht trotzdem weiter.

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          Der Hamburger Rapper Gzuz sollte sich in der Öffentlichkeit zur Zeit besser nicht mit Waffen präsentieren, immerhin steht er unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz vor Gericht. In einem am Freitag erschienenen Musikvideo, in dem Gzuz den ersten Part rappt, sind trotzdem wieder viele Waffen zu sehen. Seine ersten Zeilen lauten: „Guck, wie ich lauf’ / Die Neunmilli guckt bisschen raus“. Während er diese Zeilen rappt, posiert Gzuz in dem Video immerhin nur neben einem vermummten Mann, aus dessen Hosentasche eine Pistole schaut. Rapper haben heutzutage eben oft gute juristische Berater.

          Mit einem bekannten Anwalt – Christopher Posch – erschien Gzuz (bürgerlich Kristoffer Klauß) am Dienstag auch wieder vor dem Hamburger Amtsgericht. Es war der zweite Verhandlungstag in einem Prozess, in dem es vor allem um drei Vorwürfe geht: Erstens soll Gzuz an Silvester 2018 mit einer Schreckschusspistole herumgeschossen haben, später wurden in seiner Wohnung Waffen gefunden, obwohl ein richterliches Waffenbesitzverbot gegen ihn verhängt worden war. Zweitens soll er im Februar versucht haben, eine Sauerstoffflasche aus einem Krankenwagen zu entwenden. Und drittens soll er einer Frau im März vor einer Disko auf der Reeperbahn ins Gesicht geschlagen haben.

          Bei dieser Frau entschuldigte sich der Rapper am Dienstag: „Ich habe dich unglücklich getroffen. Das tut mir leid.“ Er habe nur ihr Handy treffen wollen. Die Neunzehnjährige hatte vorher berichtet, dass sich Gzuz zunächst bereit erklärt habe, ein Handy-Foto mit ihr und zwei anderen Jungs zu machen. Als sie später noch ein Selfie mit ihm alleine haben wollte, habe der Rapper ihr mit der Hand ins Gesicht geschlagen, das Handy sei runtergefallen. Sie wisse nicht, ob er das Handy treffen wollte.

          Gzuz sagte laut „Bild“-Zeitung, dass er sich vor dem Termin mit dem Opfer in einem Café getroffen, sich entschuldigt und ihr 500 Euro angeboten habe. Die Frau sagte, dass sie das Angebot angenommen habe und künftig auch auf jeder Gästeliste von Gzuz stehen werde. Ihren Strafantrag zog sie laut „Hamburger Morgenpost“ zurück. Bei Gzuz-Konzerten kann sie sich künftig also umsonst Zeilen anhören wie: „Bring deine Alte mit, sie wird im Backstage zerfetzt / Ganz normal, danach landet dann das Sextape im Netz“. Der Prozess in Hamburg geht am 7. Juli weiter.

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