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Sorben in der Lausitz : Räume in zwei Welten

Blick in die Zukunft: Clemens und Judith Škoda geben die sorbische Sprache und Tradition an ihre drei Jungen weiter. Bild: Robert Gommlich

Die sorbische Volksgruppe ist eine anerkannte Minderheit in Deutschland, etwa 60.000 leben hier. Doch allmählich verliert sich ihr Sprachraum – viele Eltern ziehen ihre Kinder deshalb wieder auf Sorbisch groß.

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          Einfamilienhäuser, ein paar Geschäfte, ein altes Kloster: Nur das Ortsschild verrät, dass die kleine Gemeinde Panschwitz-Kuckau in der sächsischen Oberlausitz kein gewöhnlicher deutscher Ort ist: Pančicy-Kukow liegt im obersorbischen Siedlungsgebiet, etwa die Hälfte der Einwohner spricht Sorbisch.

          „Dobry dźeń“, grüßt Clemens Škoda auf dem Familienspaziergang eine Radfahrerin. Der Sorbe wohnt mit seiner Frau Judith in Panschwitz-Kuckau, am Esstisch von Familie Škoda wird Sorbisch gesprochen. „Das ist meine Muttersprache“, sagt Judith Škoda, die als Lehrerin am Sorbischen Gymnasium in Bautzen unterrichtet. Bereits ihre Eltern seien sorbisch aufgewachsen und hätten Sprache und Traditionen an ihre Kinder weitergegeben. So lag für die beiden die Entscheidung nahe, auch ihren drei Jungs Obersorbisch als Muttersprache mitzugeben.

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