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Erstes Interview nach Anklage : R. Kelly beteuert Unschuld

  • Aktualisiert am

Musiker R. Kelly äußert sich erstmals öffentlich zu den Missbrauchsvorwürfen. Bild: Reuters

Sänger R. Kelly hat sich seit der Missbrauchsanklage erstmals öffentlich geäußert. In seinem Interview gibt er an, unschuldig zu sein – und zeigt sich kämpferisch.

          R. Kelly hat bei dem ersten Fernsehinterview nach der Anklage wegen sexuellen Missbrauchs keine gute Figur abgegeben. Während des Gesprächs mit Gayle King, der Moderatorin des Senders CBS, wurde der Sänger am Dienstag so wütend, dass Studiomitarbeiter ihn festhalten mussten. Vor dem Gefühlsausbruch hatte R. Kelly mit Tränen in den Augen beteuert, nie Minderjährige missbraucht zu haben. „Ich habe das nicht getan. So bin ich nicht. Ich kämpfe hier um mein verdammtes Leben“, sagte der Zweiundfünfzigjährige. Die Staatsanwaltschaft in Cook County (Illinois) hatte vor zwei Wochen Anklage erhoben.

          Robert Sylvester Kelly, wie der Grammy-Preisträger („I Admit“) bürgerlich heißt, soll drei Mädchen und eine Erwachsene wiederholt vergewaltigt und sexuell belästigt haben. Der Staatsanwaltschaft wurden mindestens zwei Videos zugespielt, die den Missbrauch angeblich zeigen. R. Kelly, der im Jahr 2008 nach einer Anklage wegen Kinderpornographie freigesprochen wurde, verbrachte nach dem Auftritt in einem Gerichtssaal in Chicago drei Nächte in Haft, weil er die Kaution in Höhe von 100 000 Dollar nicht aufbringen konnte. Bei einem Schuldspruch drohen ihm bis zu 70 Jahre Gefängnis.

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