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Protzen in London : Saudischer Tourist fährt mit vier Goldautos durch die Stadt

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Ein junger Superreicher und seine Freunde machen die Londoner Straßen mit vier vergoldeten Luxuskarossen unsicher. Ein Gesetz könnte ihm jetzt aber einen Strich durch die Rechnung machen.

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          Wer denkt, ein Rolls-Royce sei die höchste Stufe der angeberischen Luxusfahrzeuge, irrt sich. Es geht noch eine Stufe höher. Ein Rolls-Royce mit Goldlackierung. Ein saudischer Tourist nahm sich das zu Herzen und reiste gleich mit vier Luxusfahrzeugen nach London. Zusammen haben die goldigen Autos einen Wert von mehr als einer Million Pfund.

          Gemäß dem „Telegraph“ jettete der Saudi vor Kurzem mit einigen Freunden nach Großbritannien. Anscheinend hatte der Superreiche aber keine Lust, die Öffentlichen Verkehrsmittel oder ein Taxi zu benutzen und ließ stattdessen seine vier Lieblingsautos einfliegen.

          Der wohl Verrückteste der vier Luxusschlitten ist ein Mercedes G63 AMG 6x6 – ein sechsrädriger Offroader, der eigentlich besser auf die Sanddünen Saudi-Arabiens als in die herausgeputzten Straßen Londons passt.

          Der junge Mann, der für Mitte zwanzig geschätzt wird, besitzt auch schnittigere Modelle wie den Lamborghini Huracán, der mit etwas über 200,000 Pfund 170,000 weniger kostet als der Mercedes G63. Der Lamborghini schafft es von 0 auf 100 in einem Katzensprung von 2,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 350 Kilometern pro Stunde.

          Neben seinem ebenfalls 350.000 Pfund teuren Rolls-Royce Phantom Coupe besitzt der saudische Tourist auch einen Bentley Flying Spur. Von seiner gesamten Fahrzeugflotte ist dies neben dem Lamborghini das zweitgünstigste Modell. Ein Schnäppchen für sagenhafte 220.000 Pfund.

          Jedes Jahr werden Luxusautos aus dem Nahen Osten nach London eingeflogen und ärgern regelmäßig die Anwohner. Neben Geschwindigkeitsüberschreitungen stoßen sich die Bewohner vor Allem am gewaltigen Lärm, den die schnellen Autos erzeugen.

          Wegen zahlreicher Beschwerden führte der Londoner Stadtteil Royal Borough of Kensington and Chelsea im letzten Jahr ein Gesetz zum „Schutz des öffentlichen Raumes“ ein, welches den Anwohnern des bekannten Warenhauses Harrods dienen dürfte. Bürger in der Nähe des Einkaufscenters beschwerten sich oft über nächtliche Ruhestörung.

          Den Fahrzeugführern ist es untersagt, den Motor aufheulen zu lassen, schnell zu beschleunigen, schnelle Manöver durchzuführen, zu hupen oder beim Stillstand den Motor laufen zu lassen. Während der letzten drei Wochen wurden deshalb schon sieben Fahrer mit Bußen bestraft.

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