https://www.faz.net/-gum-9oyzl

„Künstliche Aufregung“ : ProSieben verteidigt Witz über Merkels Zittern

  • Aktualisiert am

Macht Witze: Faisal Kawusi bei der ProSieben-Show „The Masked Singer“ Bild: dpa

Nach einem Witz über Angela Merkels Gesundheitszustand in einer ProSieben-Sendung gibt es Kritik an Komiker Faisal Kawusi. Bei dem Sender findet man das reichlich übertrieben.

          Nach einem Witz über den Gesundheitszustand von Kanzlerin Angela Merkel (64) in einer Liveshow hat ProSieben den Komiker Faisal Kawusi in Schutz genommen. In der Sendung „The Masked Singer“ treten mehrere Stars als Sänger auf, aufwendige Kostüme verschleiern, wer unter der Maske steckt. Am Donnerstagabend wurde mal wieder über die mögliche Identität eines Sängers spekuliert.

          Ein Star unter einer Kakadu-Maske wirkte in seiner Körpersprache nervös und zitterte mehrmals. Kawusi (27) brachte zunächst den Entertainer Jürgen von der Lippe als Auflösung ins Gespräch – außer der Verkleidete zittere so weiter: „Dann sag ich „Angela Merkel“.“

          Merkel hatte in den vergangenen Wochen mehrmals bei der Begrüßung anderer Regierungschefs Zitteranfälle erlitten – immer beim Stillstehen, während die Nationalhymnen gespielt wurden. Zuletzt war dies am Mittwoch der Fall gewesen, als sie den finnischen Regierungschefs Antti Rinne mit militärischen Ehren empfing. Anschließend versicherte Merkel, es gehe ihr gut: „Man muss sich keine Sorgen machen.“

          Beim Publikum mehrten sich kritische Stimmen in sozialen Medien, dass so ein Scherz geschmacklos sei. ProSieben reagierte: „Wir lachen gerne mal. Und wir mögen Faisal Kawusi. Und wir sind immer wieder davon überrascht, über was man sich alles künstlich aufregen kann.“

          Die sehr erfolgreiche Show, in der der Witz fiel, haben am Donnerstagabend im Schnitt 3,03 Millionen Zuschauer verfolgt. Am Ende enttarnte sich der Kakadu als Schauspieler Heinz Hoenig („Das Boot“).

          Weitere Themen

          Es wird wieder heiß in Deutschland

          Bis zu 37 Grad : Es wird wieder heiß in Deutschland

          Der Deutsche Wetterdienst rechnet in der kommenden Woche mit einer mehrtägigen Hitzeperiode. Es kann bis zu 37 Grad heiß werden – auch „Tropennächte“ sind wahrscheinlich.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.