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Prinz Philips Sprüche : „Werft ihr immer noch Speere aufeinander?”

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Prinz Philip und die Queen am Donnerstag in London. Bild: AFP

Prinz Philip, Herzog von Edinburgh und Ehemann der englischen Königin, zieht sich zurück. Er ist landesweit geschätzt und berüchtigt für seinen Humor. Eine Liste seiner krassesten Äußerungen.

          Prinz Philip, Herzog von Edinburgh und Ehemann der englischen Königin, steht stets im Schatten seiner Frau. Der Mann, der nach eigenen Worten „nach der Verfassung gar nicht existiert“, hat auf eigene Weise die Sympathie der Briten gewonnen: mit beißendem Humor und politisch unkorrekter Unverfrorenheit. In diesem Herbst will er sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen, wie der Palast am Donnerstag bekannt gab. Zu diesem Tag eine kleine Sammlung seiner Zitate, unter anderem aus dem Buch „Duke of Hazard“ von Phil Dampier und Ashley Walton.

          „Die Philippinen müssen halb leer sein – ihr seid alle hier in unseren Krankenhäusern.“

          2013 bei einem Besuch in einem Londoner Krankenhaus zu einer Krankenschwester von den Philippinen.

          „Heute Abend sind aber viele von Ihrer Familie da.“

          2009 bei einem Empfang für hunderte Mitglieder der indischen Gemeinde in Großbritannien zu dem Geschäftsmann Atul Patel.

          „Eröffnungs- und Schlusszeremonien sollten verboten werden. Sie sind eine verdammte Plage. Ich habe wirklich genug davon.“

          Am 27. Mai 2006 in einem Interview mit dem „Daily Telegraph“, in dem Philip mitteilte, dass er sowenig wie möglich mit den Olympischen Spielen 2012 in London zu tun haben will.

          „Wenn an der Nordostküste von Norfolk – auf der Hauptroute der Zugvögel nach Skandinavien – riesige Windkraftwerke gebaut werden, fliegen die Enten dann in Scheiben zu uns zurück?“

          Im Juni 2005 auf einer Veranstaltung der „Royal Society of Arts“ zum Klimawandel.

          „Ich will trotzdem ein Bier.“

          Antwort auf die Empfehlung eines Diplomaten auf einem Bankett in Berlin im November 2004, deutschen Wein zu probieren.

          „Wenn ein Mann einer Frau die Autotür öffnet, kann das zweierlei bedeuten: Entweder ist es eine neue Frau oder ein neues Auto.“

          Im Oktober 2004 auf einer Reise mit seinem Biographen Gyles Brandreth.

          „Sie sind in dem Ding ein Sicherheitsrisiko.“

          Vorwurf an eine 29 Jahre alte Rollstuhlfahrerin im Juli 2004. Die Frau konterte: „Ich versichere Ihnen, ich bin eine gute Fahrerin und kein Risiko.“ Philip verwies auf das Fußpodest: „Darüber kann man leicht stolpern.“

          „Werft ihr immer noch Speere aufeinander?” - 
Im freundlichen Gespräch 2002 mit Aborigines, den Ureinwohnern Australiens

          „Wie um Himmels willen bringen Sie den unter Ihren Helm?“

          Frage an den indischen Polizisten Sarinder Singh, der auf der Weihnachtsfeier der Königin im Dezember 2003 einen Turban trug.

          „Sie tragen keine Nerzunterwäsche, oder?“

          Frage an die attraktive Modejournalistin Serena French auf einer Party für den World Wide Fund for Nature in Toronto im Oktober 2003. Zuvor hatte er sie gefragt, ob sie nach Leuten Ausschau halte, die Nerzmäntel trügen. Als jemand dazwischenrief, das niemand zu so einer Veranstaltung einen Pelz trage, antwortete Philip: „Nun ja, Sie wissen aber nie, was die Leute darunter tragen.“

          „Waren Sie hier in den schlechten alten Zeiten?“

          Frage an Eltern von Schülern der Fir-Vale-Schule in Sheffield im Mai 2003. Die Schule, die zuvor Earl Marshall hieß, hatte einen schlechten Ruf, bevor sie 1999 reformiert wurde und einen neuen Namen erhielt. Als zwei Frauen nickten, fügte Philip hinzu: „Das ist der Grund, weshalb Sie nicht schreiben und lesen können.“

          „Ah, du hast den Brief geschrieben. Also kannst du schreiben? Haha! Gut gemacht.“

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