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Jeffrey Epstein : Prinz Andrew will nichts bemerkt haben

  • Aktualisiert am

Prinz Andrew bei der Great Yorkshire Show im August 2019 Bild: Picture-Alliance

Wie viele andere Prominente zählte auch der Sohn von Königin Elizabeth II. zu den Freunden Jeffrey Epsteins. Von den mutmaßlichen Missbrauchsfällen will der Prinz jedoch nichts mitbekommen haben.

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          Nach dem Suizid von Jeffrey Epstein hat sich der britische Prinz Andrew abermals von dem wegen Missbrauchsvorwürfen angeklagten amerikanischen Multimillionär distanziert. Er habe zu keiner Zeit von dem Verhalten Notiz genommen, das zur Festnahme Epsteins geführt hatte, schrieb der zweitälteste Sohn der britischen Königin Elizabeth II. in einer ungewöhnlich langen Erklärung, die der Buckingham-Palast am Samstag veröffentlichte.

          Epstein war wegen des Vorwurfs festgenommen worden, minderjährige Mädchen zur Prostitution gezwungen zu haben. Er hatte sich Anfang August in seiner Gefängniszelle in New York umgebracht.

          Andrew war wie viele andere Prominente mit Epstein befreundet gewesen. Eines der Epstein-Opfer behauptete, sie sei mehrmals zum Sex mit dem Royal gezwungen worden. Der Prinz hatte das bereits früher als „kategorisch unwahr“ bezeichnet. Immer wieder kamen jedoch Aufnahmen zutage, die Andrew mit Epstein oder in dessen Anwesen in New York zeigten – selbst nachdem der Multimillionär bereits eine erste Gefängnisstrafe wegen der Vorwürfe abgesessen hatte.

          Er äußere sich, um weitere Spekulationen zu vermeiden, schrieb Andrew. „Ich habe Mr. Epstein 1999 kennengelernt. Während der Zeit, als ich mit ihm bekannt war, sah ich ihn unregelmäßig und wahrscheinlich nicht mehr als ein- oder zweimal im Jahr. Ich war in einer Reihe seiner Anwesen zu Gast.“ Von dem angeblichen Missbrauch habe er nichts mitbekommen. Es sei zudem ein Fehler gewesen, Epstein nach dessen Freilassung wiederzusehen.

          „Ich habe erhebliches Mitgefühl mit allen, die von seinem Handeln und Verhalten betroffen waren“, so Andrew.


          Hilfe bei Suizidgedanken

          Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können.

          Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

          Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.
          Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.

          Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite der Telefonseelsorge. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten, mit etwas Glück ist ein Berater frei. In jedem Fall klappt es mit einem gebuchten Termin.

          Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

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