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Englisches Königshaus : Mit Vollgas in den Ruhestand

Prinz Andrew tritt von allen seinen Ämter zurück. Sein Versuch sich zu retten, gelang mit einem missglückten Interview nicht. Bild: Reuters

Lange blieb er unbehelligt, jetzt darf Prinz Andrew nicht mehr das Königshaus repräsentieren. Den tiefen Fall hat er selbst verschuldet.

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          Das vorerst letzte Foto von Prinz Andrew im königlichen Twitter-Account „The Royal Family“, der täglich alle Aktivitäten der Windsors dokumentiert, stammt vom 10. November. Anlässlich der Feierlichkeiten zum Rememberance Sunday, bei dem an die Opfer der beiden Weltkriege erinnert wird, legte er gemeinsam mit Prinz William und Prinz Harry einen Kranz nieder. Am Abend zuvor plauderte er bei einem Konzert in der Royal Albert Hall mit seinem Sitznachbarn, Premierminister Boris Johnson. Das wird es künftig nicht mehr geben. Am Mittwoch dieser Woche ist der zweitälteste Sohn der Queen de facto in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden. Ein Akt, der überfällig war.

          Anke Schipp

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Zwei Dinge sind erstaunlich an dem bislang einmaligen Vorgang: Erstens, dass er so spät kam. Und zweitens, dass es der Prinz selbst war, der seinen tiefen Fall am Ende beschleunigte. Bis zum vergangenen Wochenende konnte der Neunundfünfzigjährige fast unbehelligt seinem Alltag als Repräsentant der Royals nachgehen. Und das, obwohl er seit Jahren im Verdacht steht, in den Missbrauchsskandal um den amerikanischen Milliardär Jeffrey Epstein verwickelt zu sein.

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