https://www.faz.net/-gum-9s8lf

Zu unpassend : Prag verbietet Straßenkünstlern Pandakostüme und Seifenblasen

  • Aktualisiert am

Künftig wieder Tierkostüm- und Seifenblasenfrei: die Prager Altstadt Bild: dpa

Sind Menschen in Tierkostümen angemessene Attraktionen für eine Unesco-Welterbestadt? Die Stadt Prag findet nein und verbietet Straßenkünstlern die Verkleidung. Auch Seifenblasen sind nicht mehr erlaubt – sie sind zu gefährlich.

          1 Min.

          Die Touristenmetropole Prag hat genug von Straßenkünstlern, die in riesigen Panda-, Gorilla- und Eisbärenkostümen durch das Stadtzentrum ziehen. Am Dienstag trat eine neue Verordnung der Stadtverwaltung in Kraft, die konkret „Auftritte in Tierverkleidungen“ verbietet. Generell sind alle Kostüme nicht mehr erlaubt, die „über die Proportionen eines erwachsenen Menschen hinausgehen“. Kritiker halten die Tierverkleidungen seit langem für unpassend in der historischen Kulisse der Unesco-Welterbestadt.

          Auch wer zur Belustigung der Touristen riesige Seifenblasen herstellt, bekommt fortan Platzverbot. Die Seifenschmiere sei gefährlich für Fußgänger, hieß es zur Begründung. Nachdem die tschechische Hauptstadt vor einigen Jahren alle Beschränkungen für Straßenkünstler aufgehoben hatte, uferte das Phänomen schnell aus. Ganz verboten ist Straßenkunst nun wieder auf Friedhöfen und Kinderspielplätzen sowie vor Schulen, Kirchen und Krankenhäusern.

          Beliebt waren die Verkleidungen bei Touristen, die mit den „menschlichen Bären“ Selfies machten. Im vorigen Jahr kamen rund 6,7 Millionen ausländische Übernachtungsgäste nach Prag. Während die Zahl der Touristen seit Jahrzehnten zunimmt, ist die Zahl der Einwohner des ersten Innenstadtbezirks seit 1991 von mehr als 41.000 auf knapp 29.500 Menschen zurückgegangen.

          Weitere Themen

          Über alle Hindernisse hinweg

          Hochmoselbrücke : Über alle Hindernisse hinweg

          Mit der Hochmoselbrücke wird am Donnerstag die zweithöchste Brücke Deutschlands eröffnet. Damit findet ein Projekt der Superlative seinen Abschluss, das bis zuletzt umstritten war.

          Weizsäcker-Sohn in Klinik getötet

          Bei Vortrag angegriffen : Weizsäcker-Sohn in Klinik getötet

          Fritz von Weizsäcker, Sohn des früheren Bundespräsidenten, ist von einem Angreifer in Berlin bei einem Vortrag erstochen worden. Der Täter wurde festgenommen, über sein Motiv besteht noch Unklarheit.

          Topmeldungen

          Bei Vortrag angegriffen : Weizsäcker-Sohn in Klinik getötet

          Fritz von Weizsäcker, Sohn des früheren Bundespräsidenten, ist von einem Angreifer in Berlin bei einem Vortrag erstochen worden. Der Täter wurde festgenommen, über sein Motiv besteht noch Unklarheit.
          Trotz geringer Einwohnerzahl: Mit mehr als einer Billion Dollar ist der norwegische Staatsfonds der größte der Welt.

          Staatsfonds in Deutschland : Schaut nach Norwegen

          Deutschland altert, das Rentensystem stößt an seine Grenzen. Kommt als Lösung nun ein deutscher Staatsfonds? Klarheit könnte der anstehende CDU-Parteitag bringen.
          Donald Trump jr. im Oktober in San Antonio

          Die Familie des Präsidenten : Wahlkampf mit Trump Junior

          In der Familie von Präsident Donald Trump hat fast jeder seine Aufgabe. So ist Donald Trump jr. auf Wahlkampftour, während Schwester und Schwager direkt im Weißen Haus arbeiten. Zielgruppe sind besonders junge Leute.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.