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Porno-Sucht : Den Sex zu zweit muss er erst lernen

Betrachtet man Pornographie als eine Droge, handelt es sich um eine, die so leicht verfügbar ist wie nie zuvor. (Symbolbild) Bild: dpa

Martin Beck war sein halbes Leben lang süchtig nach Pornos. Jetzt will er widerstehen. Und sucht nach dem richtigen Umgang mit Ecken des Internets, aus denen er sich eigentlich fernhalten will.

          5 Min.

          Den letzten Rückfall hatte Martin Beck im November. Er hatte Alkohol getrunken, sich im Internet treiben lassen – und saß am Ende mit heruntergelassener Hose, klebriger Hand und einem hundeelenden Gefühl vor dem Bildschirm. Danach war er umso entschlossener, in Zukunft clean zu bleiben – auch wenn ihm das schwerfällt. „Um an Koks oder Heroin zu kommen, muss man eine gewaltige Schwelle überwinden“, sagt er. „Aber um bei Google versauten Kram einzutippen, ist die Schwelle gering.“

          Leonie Feuerbach

          Redakteurin im Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Martin Beck – ein drahtiger blonder Mann Anfang 30 mit schwarzen Klamotten und vielen Tätowierungen – war die Hälfte seines Lebens süchtig. Nicht nach Koks oder Crystal Meth, sondern nach Pornos. „Und zum Konsum von Pornos gehört natürlich Masturbation“, sagt er. „Erst als Entspannungsritual, dann exzessiv. Zweimal am Tag war das Minimum, oft war es mehr.“

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