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Nach Problemen in Freibädern : Mit Stacheldraht und Polizei gegen Krawallmacher

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Das Funkgerät eines Bademeisters hängt an einem Geländer in einem Berliner Freibad. (Symbolbild) Bild: dpa

Immer wieder kam es in den Freibädern der baden-württembergischen Stadt Kehl zuletzt zu Tumulten. Ein Bad musste sogar geräumt werden. Nun greift das Innenministerium zu drastischen Mitteln.

          Nach Auseinandersetzungen in den beiden Freibädern in Kehl im Ortenaukreis sollen neben Bademeister und Sicherheitsdienst auch Polizisten dort für Ruhe sorgen. Beamte würden sichtbar präsent sein, unter anderem an den Eingängen der Bäder, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch. Zudem werde geprüft, ob deutsche Polizisten dort gemeinsam mit Beamten aus Frankreich auf Streife gehen könnten. Hintergrund ist, dass viele Jugendliche aus Frankreich nach Kehl in die Bäder kommen. Gemeinsam mit französischen Beamten könne es besser gelingen, auf diese Jugendlichen einzuwirken.

          „Die Sicherheit der Badegäste – vor allem der Familien mit Kindern, die an heißen Tagen einfach nur einen schönen Tag im Freibad verbringen wollen - ist bestmöglich zu schützen“, sagte der Ministeriumssprecher. Diese Aufgabe versuche die Polizei gemeinsam mit der Stadt und Behörden im angrenzenden Elsass zu realisieren.

          Kehls Oberbürgermeister Toni Vetrano (CDU) hatte am Montag Innenminister Thomas Strobl (CDU) um Hilfe gebeten, nachdem es in den Bädern der Stadt mehrfach zu Problemen mit Jugendlichen gekommen war. Gemeinsam mit der Polizei und der zuständigen elsässischen Präfektur werde die Stadt nun ein Sicherheitskonzept erarbeiten, sagte Vetrano.

          Die Stadt habe schon die Zahl der Sicherheitsdienstmitarbeiter in den Bädern verdoppelt, sagte der Rathauschef. An Wochenende würden nun weitere Mitarbeiter eingesetzt. Zudem kämen nun zusätzlich Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes in die Bäder, um für Ordnung zu sorgen. An den Eingängen gebe es Taschenkontrollen. Die Zäune rund um die Bäder erhielten in den nächsten Tagen Stacheldraht. So solle verhindert werden, dass Menschen über Zäune klettern, sollten die Bäder wegen Überfüllung geschlossen werden müssen.

          In die zwei Freibäder der an der Grenze zu Frankreich gelegenen Stadt kommen den Angaben zufolge immer mehr Besucher aus dem Nachbarland. Die Bäder gerieten so an ihre Kapazitätsgrenze. Vor einer Woche hatten Bademeister und die Polizei das Freibad im Kehler Stadtteil Auenheim geräumt, nachdem es zu Auseinandersetzungen gekommen war.

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