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Polizei auf dem Oktoberfest : „Wo ist mein Dildo?“

  • Aktualisiert am

Die Polizei kümmert sich, wenn zu viel Bier getrunken wurde. Bild: dpa

Ein Mann sucht sein Sexspielzeug, ein Betrunkener nutzt die Gitterstäbe in seiner Zelle als Tanzstangen, und ein Wiesn-Besucher pinkelt direkt ins Polizeiauto – die Münchner Polizei hat live vom Oktoberfest getwittert.

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          Was erlebt man eigentlich als Polizist auf dem Oktoberfest? Twitternutzer konnten es am Freitagabend live miterleben, zwölf Stunden lang schrieb die Münchner Polizei auf dem sozialen Netzwerk darüber, mit was sie es im Einsatz so zu tun bekam.

          Einer der erfolgreichsten Beiträge handelte von einem betrunkenen Engländer: Er kam auf die Wiesnwache, weil er seinen Dildo zurückwollte, der ihm angeblich vom Sicherheitsdienst weggenommen worden war. Die Polizisten konnten leider nicht helfen: „Nach gründlicher Absuche der leider das für ihn unbefriedigende Ergebnis: Bei uns gibt's keine Schweinereien!“, schrieb die Polizei.

          Aber nicht von allen Auftritten in der Wache zeigte sich die Polizei so unbeeindruckt. Nachdem eine betrunkene 17-Jährige von ihren Eltern abgeholt worden war und noch in der Wache den Wutausbruch des Vaters über sich ergehen lassen musste, schrieb die Polizei: „Betrunkene 17Jährige wurde gerade von ihren Eltern abgeholt. Kollegen sitzen nach Ansprache des Vaters immer noch zitternd in der #Wiesnwache.“

          Weniger lustig fanden die Polizisten den Auftritt eines Betrunkenen, der sich auf seine Weise gegen eine Festnahme wehrte: „Betrunkener uriniert absichtlich in unser Dienstfahrzeug beim Transport von der #Wiesnwache zur Haftanstalt. Toll!!“

          Ertragen mussten die Beamten nicht nur schlimmen Geruch, auch mancher Anblick machte ihnen zu schaffen: „Betrunkener fühlt sich wahnsinnig erotisch und versucht sich in Shorts an Gitterstäben als Pole Dance Gott! Sehenswert - NICHT!“ Ein Twitternutzer forderte prompt den Videobeweis. Die Beamten dazu: „Haben wir versucht...Kameralinse ist gesprungen ;-)“

          Auch an die englischsprachigen Besucher dachte die Polizei übrigens. So hieß es in einem Post: „Kleiner Hinweis am Rande: „No Smoking" im Zelt ist keine Kleidervorschrift.“

          Zwischendurch gab es aber immer mal wieder auch gute Nachrichten, zum Beispiel: „Auch wenn wir auf der #Wiesnwache viel zu tun haben. Die meisten der mehreren hunderttausend Besucher haben ihren Spaß.“

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