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„Großmütter der Plaza de Mayo“ : Nach 39 Jahren findet Argentinierin ihre geraubte Enkelin wieder

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Die Mütter der Plaza de Mayo - hier im roten Mantel die Präsidentin Hebe de Bonafini - während einer Demonstration in Buenos Aires (Archivfoto aus dem Jahr 2011) Bild: AFP

Ein Wiedersehen nach 39 Jahren in Argentinien: Eine der „Großmütter der Plaza de Mayo“ hat ihre während der Militärdiktatur verschwundene Enkelin wiedergefunden. Sie wurde entführt, als sie drei Monate alt war.

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          Eine der Gründerinnen der Menschenrechtsgruppe „Großmütter der Plaza de Mayo“ hat nach 39 Jahren ihre während der Militärdiktatur in Argentinien (1976-1983) verschwundene Enkelin wiedergefunden. Die 92-Jährige María Isabel Chorobik de Mariani konnte die 1976 im Alter von drei Monaten entführte und regimetreuen Pflegeeltern zugewiesene Clara Anahí wiedertreffen, wie die Stiftung Anahí mitteilte.

          Das Treffen sei einer der größten Erfolge auf dem Weg zur Rückgabe während der Militärdiktatur verschwundener Enkel. Mit Hilfe genetischer Tests sei die Verwandtschaft bewiesen worden.

          Die heute 39 Jahre alte Clara Anahí war ihren Eltern entrissen worden, die ermordet wurden. Ihre Großmutter hatte in Briefen, mit Fotos der Eltern und internationalen Petitionen nach ihr gesucht.

          120 Opfer wurden wiedergefunden

          „Meine liebe Clara Anahí, das sind deine Eltern Diana Teruggi und Daniel Mariani“, hatte sie bei Facebook geschrieben. „Du wurdest in der Stadt La Plata am 12. August 1976 geboren. Mit drei Monaten, am 24. November, nahmen dich Militärs aus deinem Haus mit und Du wurdest an eine andere Familie übergeben.“

          Die Großmütter der Plaza de Mayo, die sich nach dem Platz des Regierungssitzes in der Hauptstadt Buenos Aires benannt haben, suchen noch rund 400 damals verschwundene Kinder aus jener Zeit. Clara Anahí ist das 120. Opfer, das nun wiedergefunden werden konnte.

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