https://www.faz.net/-gum-8npo3

Anstatt ins Skigebiet : Pistenraupe nach Schleswig-Holstein geliefert

  • Aktualisiert am

Alles nur inszeniert: Pistenraupe in Seefeld (Schleswig-Holstein). Bild: dpa

Hat der Fahrer blind dem Navigationsgerät vertraut? 800 Kilometer weit fuhr der Mann mit einer Pistenraupe auf dem Laster bis nach Seefeld – nur eine Skipiste fand er nicht.

          1 Min.

          Statt in die Alpen hat ein Lkw-Fahrer eine Pistenraupe aufs platte Land nach Schleswig-Holstein geliefert. Der für den Skiort Seefeld bestimmte Pistenbully sei am Mittwoch im zur Kreisstadt Bad Oldesloe gehörenden Ortsteil Seefeld aufgetaucht, sagte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes im österreichischen Seefeld, Elias Walser.

          Der Fahrer hatte die etwa 200.000 Euro teure Raupe vom Hersteller aus Baden-Württemberg rund 800 Kilometer in die falsche Richtung transportiert. Plötzlich stand er mit seinem Laster zwischen herbstlichen norddeutschen Klinkerhäusern statt an verschneiten Skipisten in Tirol.

          „Ich hoffe, dass es dem Gerät noch gut geht“

          „Ich hoffe, dass es dem Gerät noch gut geht. Wenn es morgen ohne Schaden bei uns ankommt, können wir richtig lachen“, sagte Walser zu der Verwechselung. Eine Schleswig-Holsteinerin erkannte im norddeutschen Seefeld das österreichische „Seefeld“-Logo an der Schneeraupe – und schickte ein Foto davon an Elias Walser.

          Wie es zu dem Fehler kommen konnte, war zunächst unklar. Die beauftragte Spedition habe einige neue Fahrer, sagte Walser. Womöglich vertraute einer von ihnen blind dem Navigationsgerät. Wenn der Fahrer am Freitag schließlich im richtigen Seefeld ankommt, will Walser ihn zusammen mit dem Bürgermeister persönlich begrüßen. „Wir werden ihm auf die Schultern klopfen. So was kann mal passieren.“ Die aufmerksame Schleswig-Holsteinerin will er zu ihrem nächsten Urlaub nach Österreich einladen. Eine ähnliche Verwechselung ist einer Sprecherin des Herstellers Kässbohrer nicht bekannt: „Das ist schon außergewöhnlich.“

          Anmerkung der Redaktion

          Diese Meldung ist falsch. Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes im österreichischen Seefeld, Elias Walser, hat am Sonntagabend gegenüber „NDR.de“ eingeräumt, dass es sich bei der vermeintlichen Verwechslung um eine PR-Aktion gehandelt habe: „Wir wollten eigentlich nur einen netten Film für Facebook produzieren." Er bereue, die Aktion in Auftrag gegeben und Journalisten belogen zu haben: „Wir haben viel gelernt. Das machen wir nicht noch einmal."

          Weitere Themen

          Lady Gaga fällt mit Fan von der Bühne

          In Las Vegas : Lady Gaga fällt mit Fan von der Bühne

          Für viele Fans ist es der größte Traum, einmal mit dem Star auf der Bühne zu stehen. Für einen Besucher des Konzerts von Lady Gaga ging dieser Wunsch in Erfüllung – allerdings endet die Begegnung mit einem Schock.

          Hemmungslos mitschmettern

          FAZ Plus Artikel: „Rudelsingen“ : Hemmungslos mitschmettern

          David Rauterberg bringt beim „Rudelsingen“ Tausende dazu, ohne Hemmungen loszuschmettern. Die Idee für die Mitmachkonzerte hat er bei einer Kölner Musikerin abgeschaut - und damit offenbar einen gesellschaftlichen Nerv getroffen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.