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Pheline Roggan über „Jerks“ : „Dafür muss ich meine gute Erziehung ablegen“

„Jerks ist eben nicht nur Klamauk und anarchischer Witz, eine ernste Dimension schwingt immer mit“, sagt Pheline Roggan im Interview mit Oliver Georgi. Bild: Christine Kurz

Die Schauspielerin Pheline Roggan und ihre Kollegen brechen in der Serie „Jerks“ regelmäßig alle Tabus. Im Interview spricht sie über die Grenzen von Satire und den Spagat zwischen Realität und Fiktion.

          5 Min.

          Frau Roggan, „Jerks“ verletzt alle Tabu- und Schamgrenzen – und manchmal sitzt man vor dem Fernseher, windet sich vor Schmerzen und kann doch nicht wegsehen. Ist „Jerks“ eine Horrorserie, wie Christian Ulmen einmal gesagt hat?

          Oliver Georgi

          Redakteur in der Politik.

          Im Grunde schon, es ist eine Serie über den Horror zwischenmenschlicher Situationen. Darin ist Christian Ulmen ein Weltmeister, unangenehme Situationen herzustellen und sie dann auch auszuhalten. Nicht harmonisierend einzugreifen, wie man es sonst tun würde, sondern die Lage noch zu verschlimmern. Ich muss bei jeder neuen Staffel wieder daran arbeiten, meine gute Erziehung abzulegen. Das ist manchmal sehr unangenehm. Aber es hat auch einen großen Reiz, über Grenzen zu gehen und sich selbst dabei zu beobachten: Wie halte ich das aus?

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