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Persönlich : Kim Jong-nam lässt es sich in Macau gut gehen

  • Aktualisiert am

Nordkoreas Präsidentensohn Kim Jong-nam lebt seit Jahren im Ausland Bild: AP

Lange Jahre galt Kim Jong-nam als möglicher Nachfolger des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-Ils. Bis er mit einem gefälschten Pass nach Disneyland wollte und dabei erwischt wurde. Jetzt tauchte er im Spielerparadies Macau wieder auf - als Resident einer Luxussuite.

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          Dass die nordkoreanische Nomenklatura es sich gutgehen lässt, während es dem Volk am Nötigsten fehlt, ist kein Geheimnis. Neu allerdings ist, dass die Angehörigen des Herrscher-Clans das süße Leben in einem chinesischen Luxushotel der noch so privilegierten Existenz in der Heimat vorziehen.

          Die "South China Morning Post" hat herausgefunden, dass Kim Jong-nam, der älteste Sohn des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il, ein sorgenfreies Leben in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Macau genießt. Der 35 Jahre alte Kim lebt demnach schon seit drei Jahren in einem Fünf-Sterne-Hotel der ehemaligen portugiesischen Enklave, ist im Besitz eines Passes der Dominikanischen Republik und Portugals und besucht gern gute Restaurants und Casinos.

          Der Sohn Kim Jong-ils und der Schauspielerin Sung Hae-rim scheint den westlichen Lebensstil dem des Juche-Sozialismus in seiner Heimat vorzuziehen. Peinlich an den Enthüllungen ist, dass die neue Wahlheimat ausgerechnet die Stadt ist, die Nordkorea für das Fälschen von Banknoten und Geldwäsche benutzt. Die dortigen Behörden haben vor einem Jahr auf amerikanischen Druck hin die nordkoreanischen Guthaben bei der Banco Delta Asia eingefroren. Deshalb setzten die Nordkoreaner die Sechser-Gespräche über das Atomprogramm aus und nahmen einen Atomtest vor. Vielleicht gibt sich ja Kim Jong-nam in der Casino-Stadt nicht nur dem Luxusleben hin.

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