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Persönlich : Felipe und Letizia auf dem Thron und Santa Claus mit Durchblick

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Jenna Bush wird wirklich Lehrerin

Schüler in Washington werden demnächst eine prominente Lehrerin bekommen. Jenna Bush, die blonde der Zwillingstöchter des amerikanischen Präsidenten, hat sich entschlossen, in den Schuldienst einzutreten. Die Zweiundzwanzigjährige, die an der Texas University Englisch studierte, wird damit dem Beispiel ihrer Mutter Laura folgen, die früher Lehrerin und Bibliothekarin war. Das Weiße Haus bestätigte, Jenna werde in Washington leben und an einer staatlichen Schule unterrichten. Angeblich wird die Präsidententochter ihr Debüt als Lehrerin an der Elsie-Whitlow-Stokes-Schule geben, einer Grundschule, die vorwiegend von schwarzen und hispanischen Kindern aus sozial schwachen Familien besucht wird. Bislang haben die Amerikaner Jenna vor allem in der Rolle der unbekümmerten und lebenslustigen Wahlkampfhelferin für ihren Vater erlebt. Da kann soziales Engagement nicht schaden, damit nicht der Eindruck entsteht, die Bush-Töchter genössen nur die sonnigen Seiten des Lebens. Auch zu den Berufsplänen von Zwillingsschwester Barbara, die Geisteswissenschaften an der Yale-Universität studierte, hieß es ursprünglich, sie wolle Kindern helfen, und in Aidsprojekten in Afrika oder Osteuropa. Aber davon ist nicht mehr die Rede. Barbaras Pläne, so teilte eine Sprecherin kürzlich mit, seien noch "ein wenig nebulös".

André Délattre macht unkorrekte Geschenke

Wie jedes Jahr hatte die Bürgermeisterei der nordfranzösischen Gemeinde Coudekerque-Branche auch dieses Mal Weihnachtsgeschenke für den örtlichen Kindergarten gestiftet. Doch die Erzieherinnen schickten die 1300 Päckchen ans Rathaus zurück. Sie hielten die Schokoladenstücke in der Form eines christlichen Kreuzes oder des heiligen St. Nikolaus für unvereinbar mit dem neuen Gesetz, das keine religiösen Symbole in öffentlichen Bildungsstätten erlaubt. Bürgermeister André Délattre versteht die Welt nicht mehr. Das neue Gesetz, das mit Beginn des französischen Schuljahrs im September in Kraft trat, sollte eigentlich der Debatte um das Kopftuch für Musliminnen ein Ende setzen. Nunmehr sind sowohl für Schüler als auch für Lehrer jegliche Kleidungs- oder Schmuckstücke mit eindeutig religiösem Charakter verboten. Mit dem Streit um die Weihnachtsschokolade sind jetzt erstmals auch Christen von dem neuen Gesetz betroffen. Die Trennung von Staat und Kirche ist in Frankreich schon seit 1905 in der Verfassung verankert. Doch erst das neue Gesetz versucht, dieses Prinzip im Schulwesen bis ins kleinste Detail zu regeln. In Coudekerque-Branche hat man also die Schokoladenstücke gegen unverfängliche ausgetauscht. Bürgermeister Délattre aber beklagt, daß den Kindern die Freude eines festlichen Moments genommen wurde.

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