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Emeritierter Papst : Papstmaler Triegel sollte Benedikt-Porträt umarbeiten

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Der Leipziger Maler Michael Triegel posiert im Museum der Bildenden Künste in Leipzig neben dem von ihm gemalten Portrait von Papst Benedikt XVI. (Aufnahme von 2010). Bild: dapd

Es sei dem Maler nicht gelungen, die „jugendliche Frische“ des inzwischen 90 Jahre alten ehemaligen Papstes einzufangen. Deshalb wollte dessen Sekretär eine Umarbeitung erwirken.

          Das Porträt von Papst Benedikt XVI. des Malers Michael Triegel stieß im Vatikan nach Angaben des Künstlers zunächst auf wenig Begeisterung. Der Sekretär des damaligen Papstes Benedikt, Georg Gänswein, habe ihn gebeten, das Bild umzuarbeiten, sagte Triegel dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag). Gänswein habe kritisiert, ihm sei es nicht gelungen, „die jugendliche Frische Seiner Heiligkeit“ zu treffen.

          Wollte eine Überarbeitung des Bildes erwirken: Georg Gänswein

          Das habe er natürlich abgelehnt, sagte der Leipziger Maler. Konkret habe sich Gänswein daran gestoßen, dass der Mund des Papstes offen und leicht schief stehe und dass Teile der liturgischen Kleidung unangemessen verrutscht seien.

          Triegel malte das Porträt, das 2010 übergeben wurde, im Auftrag des Bistums Regensburg. 2013 fertigte er ein zweites Benedikt-Porträt für die deutsche Vatikan-Botschaft in Rom an.

          Der Leipziger Künstler betonte, er höre gerne darauf, was sich ein Auftraggeber wünsche. „Was ich davon umsetze, muss ich natürlich vor mir selbst verantworten.“ Gerade kirchliche Auftraggeber seien aber seiner Erfahrung nach „oft besonders defensiv im Umgang mit namhaften Künstlern, um diese nur ja nicht zu verprellen und sich dann stattdessen mit Werken minderer Qualität zufriedengeben zu müssen“.

          Diese Befürchtung sei durchaus gerechtfertigt, sagte Triegel, der sich selbst im Jahr 2014 katholisch taufen ließ. „Nicht umsonst schwingt im Begriff Kirchenkunst heute sofort die Abwertung mit. Kirchenkunst ist leider oft nur Kirchenkitsch.“

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