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200 Jahre Bismarck : Der eiserne Student

Inkorporiert: Bismarck mit Mütze der Hannovera (Zweiter von links) Bild: Daniel Pilar

Vor 200 Jahren wurde Otto von Bismarck geboren. Das wird auch in Göttingen gefeiert, wo der Corpsstudent mit dem Spitznamen „Kindskopf“ einige Spuren hinterließ. Er war als besonders rauf- und sauflustig bekannt.

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          Bismarck muss ein rechtes Landei gewesen sein und ein junges noch dazu, als er im Mai 1832 mit seinen künftigen Corpsbrüdern in Kontakt kam. In einem Gehrock, der bis auf die Füße reichte, soll der Siebzehnjährige, angeblich mit langer Studentenpfeife in der Hand (das Rauchen von Tabakpfeifen war damals auf der Straße verboten) und großer Dogge im Schlepptau, durch Göttingen spaziert sein, was einige junge Männer so komisch fanden, dass sie in Gelächter ausbrachen. Bismarck, 1,93 Meter groß, drehte sich zu ihnen um, nannte seinen adeligen Namen und sagte: „Sie sind alle dumme Jungen!“

          Peter-Philipp Schmitt
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Das war eine eindeutige Forderung zum Duell. Weil sie aber von einem viel zu jungen Burschen kam, war die Angelegenheit den älteren Semestern aus einer schlagenden Verbindung durchaus unangenehm, wie Gunnar Henry Caddick, Archivar des Corps Hannovera, meint. Trotzdem galt es, die möglichen Contrahagen zu verhandeln. „Bald schon merkten meine Corpsbrüder, dass Bismarck eigentlich gut zu ihnen passte.“ Der Streit wurde beigelegt, Bismarck trat der Hannovera bei.

          Zu seinen Duellen kam der von Corpsbrüdern als „Kind“ und „Kindskopf“ Bezeichnete schon sehr bald. Nur wenige Monate später, Ende Januar 1833, berichtete Bismarck stolz seinem Bruder Bernhard, er sei seit Michaeli (29. September) „14 mal auf der Mensur gewesen und habe fast immer meinen Gegner glänzend abgeführt; wenigstens bin ich nur das eine Mal blutig getroffen“. Der noch lange nicht volljährige Bismarck hatte sich da schon mit Verve ins studentische Treiben gestürzt, er gehörte in seinen drei Semestern in Göttingen sogar zu den rauf- und sauflustigsten Studenten - und hinterließ mehr als nur eine Spur in der Stadt.

          „Wegen Bismarck wird bei Hannovera heute keiner mehr aktiv“

          In der „Burg“ des heutigen Corps Hannovera gibt es kaum ein Zimmer, in dem Bismarck nicht anzutreffen wäre. Sein Konterfei grüßt von etlichen Wänden oder schaut ernst, in Bronze gegossen, von einem Podest herab. Das Corpshaus mit seinen Türmen und Zinnen, 1895/96 an der Bürgerstraße in Göttingen errichtet, hat der Eiserne Kanzler nie betreten. Er starb 1898 in Friedrichsruh bei Hamburg. Trotzdem feiert der wohl bekannteste deutsche Corpsstudent noch immer fast jede Kneipe der Hannoveraner mit - zumindest den inoffiziellen Teil, wenn die Begrüßungs- und Dankesreden gehalten sind. Dann heißt es „Bismarck ins Präsidium“, und zwei der jüngsten Mitglieder, Füchse genannt, holen seine Büste aus Bronze, stellen sie vorne auf die Festtafel und setzen ihr noch eine brennende Kerze auf den Kopf.

          Der schmissige Kanzler: Im Haus des Corps Hannovera in Göttingen hat Bismarck noch immer seinen Platz – neben Kneipbildern anderer Studenten.
          Der schmissige Kanzler: Im Haus des Corps Hannovera in Göttingen hat Bismarck noch immer seinen Platz – neben Kneipbildern anderer Studenten. : Bild: Daniel Pilar

          Die Idee dazu hatte der gebürtige Engländer Caddick vor mehr als 40 Jahren, als er selbst Senior war und keine Lust hatte, während des lustigen Teils des Kommerses im Präsidium zu sitzen. „Wir halten das Andenken Bismarcks in Ehren“, sagt Caddick. Er wacht auch über einige Schätze aus der Studentenzeit des preußischen Staatsmanns, die allerdings im Tresor einer Bank aufbewahrt werden. Mit Heldenverehrung habe das nichts zu tun, sagt der Historiker. Und sein junger Corpsbruder Dominik Ole Bekaan, der VWL und „Modernes China“ auf Bachelor studiert, ergänzt: „Wegen Bismarck wird bei Hannovera heute keiner mehr aktiv.“ Dennoch wird es am 1. April einen kleinen Empfang auf dem Corpshaus geben, um Bismarcks 200. Geburtstag zu feiern.

          Literarisches Denkmal von einem amerikanischen Studenten

          Der Junkerssohn aus Pommern, der in der Altmark, der „Wiege Preußens“, geboren wurde, wäre lieber nach Heidelberg zum Studieren gegangen. Doch die Mutter schickte ihren Otto, der an Ostern 1832 mit 16 Jahren sein Abitur bestanden hatte, nach Göttingen - in der Hoffnung, er würde sich dort nicht das Biertrinken angewöhnen und könne sich so besser auf die ihm vorbestimmte Beamten- und Diplomatenkarriere vorbereiten. Die Mutter ahnte offenbar nicht, dass auch in der zum Königreich Hannover gehörenden Universitätsstadt die Meinung vorherrschte, dass Bier gesünder sei als Wasser. Am 10. Mai 1832 immatrikulierte sich der gerade Siebzehnjährige als „Studiosus der Rechte“ an der Göttinger Universität, die einen hervorragenden Ruf hatte.

          Die Zeit der Bevormundung war für Bismarck damit vorbei. Schon einen Monat später fiel der Jungakademiker das erste Mal auf: Weil er bei einem „feuchtfröhlichen Gelage“ eine leere Flasche aus dem Fenster des Gasthofs „Zur Krone“ warf, bekam er von der Universität einen Verweis und musste zur Strafe einen Gulden zahlen. Zu jener Zeit hatte er schon erste Kontakte geknüpft, vor allem zu amerikanischen Studenten. Der sprachbegabte Student freundete sich mit dem Bostoner Kaufmannssohn John Lothrop Motley an, der ihm 1839 in dem Jugendroman „Morton’s Hope: Or, the Memoirs of a Provincial“ ein literarisches Denkmal setzte. Darin sagt er über den Freund, der im Buch Otto von Rabenmark heißt: „In der Kneipe und auf der Straße treibt der es toll; auf seinem Zimmer aber wirft er die Narrenkappe ab und redet plötzlich vernünftig.“

          Gewaltsame Unruhen wegen steigender Lebensmittelpreise

          Mit Motley zusammen geriet Bismarck übrigens gleich im Sommer 1832 ein weiteres Mal mit der Universität in Konflikt: Die beiden sollen betrunken durch die Stadt gezogen sein und Straßenlaternen zertrümmert haben, wurden aber aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

          Auch einige Mecklenburger lernte Bismarck näher kennen. Damals war es üblich, dass sich Studenten nach ihren Landsmannschaften zusammenfanden. So gab es mit der Gründung der Georg-August-Universität nicht nur schon seit 1735 eine Hannöversche Landsmannschaft in Göttingen, aus der 1809 das Corps Hannovera hervorging, sondern auch eine Frankfurter, Braunschweiger oder Lüneburger sowie eine Pommersche und Mecklenburgische. Nur ein Teil von ihnen bestand noch zu Bismarcks Zeiten als Studentenverbindungen fort, die „Pommern“ und „Märker“ aus seiner Heimat waren allerdings verschwunden. Er konnte sich also der Hannovera anschließen, in der viele Söhne aus gut betuchten Beamten- und Bürgerfamilien der Haupt- und Residenzstadt Hannover Mitglieder wurden.

          Sein Wohnort 1833: Das Bismarck-Häuschen am Wall in Göttingen
          Sein Wohnort 1833: Das Bismarck-Häuschen am Wall in Göttingen : Bild: Daniel Pilar

          Die erste Notiz, die von Bismarck im Corps Hannovera überliefert ist, stammt vom 9. August 1832. Sie lautet: Herr von Bismarck sei ballotiert und einstimmig aufgenommen worden. „Damals legte jeder Corpsbruder entweder eine weiße Kugel, als Zeichen für Zustimmung, oder eine schwarze für Ablehnung in einen mit einem Tuch verdeckten Kasten“, erklärt Gunnar Caddick. „Das nannte sich Ballotement.“ Die Hannovera war zu jener Zeit genaugenommen kein Corps, sondern ein „Clubb“. Die Verbindung war im Nachgang der „Göttinger Revolution“ 1831 aufgelöst worden. In den politisch wirren Zeiten - 1830 waren mit der Juli-Revolution in Paris die Bourbonen in Frankreich gestürzt worden - gingen auch Bürger und Studenten in Göttingen unter anderem wegen steigender Lebensmittelpreise auf die Straße, es kam zu gewaltsamen Unruhen.

          Das Bismarck-Häuschen beherbergt heute zwei Studentinnen

          Das eineinhalbjährige Verbot der Göttinger Studentenverbindungen traf nicht nur die politisch agierenden Burschenschaften, die erst in der Zeit des Wartburgfests 1817 entstanden waren und für ein einheitliches Deutschland und die Befreiung vom obrigkeitsstaatlichen Regime kämpften, sondern auch die konservativ-liberalen Corps. Vom jungen Bismarck ist kaum etwas „Politisches“ überliefert, selbst zum Hambacher Fest am 27. Mai 1832 oder dem Frankfurter Putsch am 3. April 1833 ist aus seiner Feder nichts geflossen. In seiner Autobiographie „Gedanken und Erinnerungen“ von 1890 schreibt er, warum er kein Burschenschafter wurde: „Aber bei persönlicher Bekanntschaft mit ihren Mitgliedern mißfielen mir ihre Weigerung, Satisfaktion zu geben, und ihr Mangel an äußerlicher Erziehung und an Formen der guten Gesellschaft, bei näherer Bekanntschaft auch die Extravaganz ihrer politischen Auffassungen, die auf einem Mangel an Bildung und an Kenntnis der vorhandenen, historisch gewordenen Lebensverhältnisse beruhte.“

          Im Dezember 1832 wurde Hannovera wieder Corps, die neue Konstitution der Verbindung unterschrieb am 7. Dezember auch „Otto von Bismarck aus Pommern“. Zu jener Zeit wohnte er noch bei dem Bäcker und Hauswirt Justus Friedrich Schumacher an der Roten Straße, damals trug das Haus die Nummer 299, heute ist es die 27. Viel bekannter aber ist die Bleibe seines letzten Göttinger Semesters: das Bismarck-Häuschen. Der ehemalige Wehrturm liegt am Leinekanal und beherbergt ein kleines Museum mit Stationen aus dem Leben seines berühmtesten Bewohners. Im Untergeschoss und im zweiten Stock wohnen heute zwei Studentinnen, die zu Bismarck und/oder Göttingen wissenschaftlich arbeiten und samstags Touristen das Häuschen zeigen.

          Ein Schwarzbär auf dem Fechtboden

          Auch in und an dem einst vor den Toren der Stadt gelegenen Bollwerk soll Bismarck es toll getrieben haben. Seinen Bediensteten rief er nicht etwa, wenn er etwas von ihm wollte. „Er schoss einfach in die Decke“, erzählt Ronald Grops vom Fachdienst Kultur der Stadt. Die Legende scheint wahr: Bei Renovierungsarbeiten fand man Pistolenkugeln in einem Holzbalken. Auch wird erzählt, Bismarck sei gerne in dem Teich an seinem Häuschen geschwommen, sehr zur Gaudi junger Frauen, die sich auf dem Wall versammelten, um dem stattlichen Blondschopf mit den Sommersprossen zuzusehen.

          Am Studieren hingegen hatte Bismarck weniger Freude: Anfangs ging er noch fünf Stunden am Tag in die Vorlesungen, in seinem letzten Semester war es nur noch eine Stunde. Überliefert ist der Satz eines seiner Professoren, des Rechtswissenschaftlers Johann Friedrich Ludwig Göschen (1778 bis 1837): „Ich habe Studiosum niemals in meinem Auditorio gesehen.“ Dafür brillierte Bismarck auf dem Fechtboden, was ihm in seinem Corps den Kneipnamen „Baribal“ einbrachte, eine Anspielung auf den Amerikanischen Schwarzbären. Den Umgang mit der Waffe hatte der kleine Otto schon in der Schule gelernt, nun ging er bei dem von der Universität gestellten Fechtmeister Christian Kastrop in die Lehre. Kastrop war bis 1846 maßgeblich an der Einführung des Hiebfechtens an deutschen Hochschulen beteiligt. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein kam es bei Stoßmensuren, bei denen mit Degen zugestochen wurde, immer wieder zu tödlichen Verletzungen. In Göttingen führte die Universität darum schon im 18. Jahrhundert Waffen ein, mit denen nur noch zugeschlagen werden konnte, was nur zu oberflächlichen Blutungen führte, den Schmissen. Gefochten wurden aber trotz Verbots auch weiterhin Duelle, die auf Ehrenhändel zurückzuführen waren.

          Elf Tage Karzer wegen Pistolenduell

          Besonders die Corps, die hohe Anforderungen an Freundschaft, Persönlichkeit und Charakter stellen, hielten am Fechten mit scharfen Waffen als Bewährungsprobe fest. Im Paukbuch der Hannovera erscheint der Name Bismarck innerhalb von knapp 13 Monaten 25 Mal. Aus diesen Partien, gefochten wurden meist zwölf oder 24 Gänge zu je vier Hieben, behielt er nur einen leicht sichtbaren Schmiss an der Nasenspitze zurück, den ihm der Bremenser Heinrich Biedenweg am 2. Februar 1833 verpasste.

          Begeisterter Fechter: Bismarck-Einträge im Paukbuch der Göttinger Verbindung
          Begeisterter Fechter: Bismarck-Einträge im Paukbuch der Göttinger Verbindung : Bild: Daniel Pilar

          Bismarck war aber auch an Säbel- und Pistolenduellen beteiligt, wenn auch nur als Zuschauer oder - in mindestens einem Fall - als Unparteiischer, der darauf zu achten hat, dass die Paukanten sich regelgerecht verhalten. Obwohl das Pistolenduell im Januar 1833 unblutig ausging, wurde Bismarck zu elf Tagen Karzer verurteilt. Im Universitätsgefängnis befand er sich in bester Gesellschaft, wie die Karzerräume im neuen Aula-Gebäude der Georgia Augusta aus dem Jahr 1837 heute noch beweisen. Hunderte Korporierte haben ihre Silhouetten sowie Namen, Farben und Zirkel ihrer Verbindungen hinterlassen. Auch Bismarck, der 1833 noch im Kollegienhaus nördlich der Paulinerkirche einsaß, verewigte sich: In die Karzertür seiner Zelle, die heute im Bismarck-Häuschen ausgestellt wird, schnitzte er seinen Namen, dahinter sein Corps und die Zahl der Tage, die er einsitzen musste: „v. Bismarck Han XI D“. Ob der Schriftzug tatsächlich echt ist, lässt sich allerdings nicht mit Gewissheit sagen.

          Seine Söhne schickte er zum Bonner Kaisercorps Borussia

          Zweimal noch landete Bismarck danach für weitere sechs Tage im Karzer, beide Male legte die Universität dem Unruhestifter nahe, den Studienort zu wechseln, indem sie ihn das „consilium abeundi“ (c.a.) unterschreiben ließ. Er folgte diesem Rat auch auf Wunsch seiner Mutter und ging mit seinem Freund Motley nach Berlin. Dort musste er zunächst drei Tage Karzer als Reststrafe aus Göttingen absitzen, um ein Abgangszeugnis seines alten Prorektors zu bekommen und sich immatrikulieren zu können. Am 22. Mai 1835 bestand Bismarck sein erstes juristisches Staatsexamen - damals „Auskultator-Prüfung“ genannt - mit gutem Erfolg. Auch als junger Referendar holte ihn die Göttinger Studentenzeit wieder ein, denn Bismarck hatte, wie er schrieb, „zwei drückende Posten“, vor allem offene Bierrechnungen und Spielschulden, die noch immer nicht bezahlt waren.

          Der künftige Staatsmann hielt zeitlebens Kontakt zu einigen seiner Corpsbrüder, auch wenn er selbst, wie Archivar Caddick meint, nie ein echter Hannoveraner war. „Seine beiden Söhne, Herbert und Wilhelm, schickte er nicht, wie bei uns üblich, nach Göttingen zum Studium, sie gingen nach Bonn und wurden im Kaisercorps Borussia in Bonn aktiv.“ Die Bonner Preußen können sich rühmen, dass nicht nur Kaiser Wilhelm II., sondern elf weitere Mitglieder des preußischen Königshauses bei ihnen aktiv waren. Auch wenn Bismarck in seinen Memoiren nicht weiter auf seine Studentenzeit einging - in vielen wehmütig-schwärmerischen Zeugnissen erinnerte sich der Reichskanzler an Göttingen und die Hannovera: „Kein Band hält so fest wie dieses!“ In der einzig erhaltenen Tonaufnahme seiner Stimme, von Thomas Alva Edison 1889 aufgenommen, rezitiert er unter anderem das Studentenlied „Gaudeamus igitur“.

          Eine Zigarre als letzte Trophäe

          Noch zu seinen Lebzeiten begann die Bismarck-Verehrung. Dem Gründer des Deutschen Reichs wurden überall - auch in Göttingen - Denkmäler in Form zum Beispiel von Türmen gebaut. Anlässlich seines 80. Geburtstages errichtete ihm der Verband alter Corpsstudenten das Jung-Bismarck-Denkmal vor der Rudelsburg in Bad Kösen, das den Reichskanzler als lässigen Studenten aus Bronze mit Couleurband um die Brust und Korbschläger in der Hand sowie seiner Dogge Ariel an der Seite zeigte. Zu DDR-Zeiten wurde es zerstört, nach der Wiedervereinigung neu gegossen und wieder aufgestellt.

          Am 1. April 1895 traf der Achtzigjährige zum letzten Mal auf einen jungen Corpsbruder aus Göttingen. Erich Brande, Jurastudent und damals Senior der Hannovera, stand in der Menge der Gratulanten, als Bismarck ihn erspähte. „Er erkannte ihn an seiner roten Mütze und seinem rot-blau-goldenem Band“, ist sich Caddick sicher. Der Reichskanzler lud ihn sofort in sein Haus ein und übergab ihm einige Dokumente aus seiner Studentenzeit. Brande griff zum Abschied heimlich in die Zigarrenkiste des alten Reichskanzlers und brachte so noch eine persönliche Trophäe mit zurück aufs Corpshaus. „Die Zigarre kann man natürlich nicht mehr rauchen“, sagt Caddick. Doch auch dieses Erinnerungsstück wird noch in dem Banktresor der Hannovera aufbewahrt.

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