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Reise des Oskar Speck : Eine Odyssee im Faltboot

Dieses Foto zeigt Speck zu Gast bei einer der armen Fischerfamilien auf Sumatra im Jahr 1937. Bild: Ullstein

In den dreißiger Jahren paddelte ein junger Deutscher nach Australien. Das dauerte sieben Jahre – und endete im Gefängnis. Für seine Leistung wollte ihn niemand feiern.

          6 Min.

          Es war die längste Paddeltour der Welt. Sie dauerte sieben Jahre, reichte über mehr als 50.000 Kilometer und umspannte drei Kontinente. Sie gilt als eines der kühnsten Abenteuer der jüngeren Zeit, sollte aber zwei Generationen brauchen, bis sie wirklich in die Geschichtsbücher Eingang fand.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Als Oskar Speck am 13. Mai 1932 in Ulm in sein Boot stieg und die Donau flussabwärts fuhr, war er Mitte zwanzig. Er hatte mit seiner kleinen Hamburger Elektrofirma in der großen Weltwirtschaftskrise gerade eine schmerzhafte Pleite hingelegt und alle Mitarbeiter entlassen. Er war enttäuscht und frustriert. Auf seiner Tour wurde er erst nicht beachtet, dann von britischen Kolonialherren und indischen Maharadschas gefeiert. Im Nahen Osten wurde er beschossen und beraubt, in Papua-Neuguinea fast enthauptet.

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