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Vorschrift gelockert : Oben ohne an der Münchner Isar

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Oben ohne: An der Isar gilt für Frauen keine Oberteilpflicht mehr. Bild: dpa

An der Isar in München ist es Badegäste ab sofort erlaubt, nur noch eine Badehose zu tragen – das gilt für Männer und Frauen. Die CSU hatte sich mit einem Dringlichkeitsantrag dafür stark gemacht. Gutes Timing: Die Temperaturen haben am Mittwoch einen Rekordwert geknackt.

          Badeoberteil kein Muss – weder für Männer, noch für Frauen: An der Isar in München dürfen sich Frauen oben ohne sonnen. Das hat der Stadtrat am Mittwoch einstimmig beschlossen. Ein Dringlichkeitsantrag der CSU-Fraktion zur Änderung der städtischen Badebekleidungsverordnung für den Bereich der Isar wurde ohne Gegenstimme angenommen. Die Verordnung schreibt vor, dass außerhalb ausgewiesener FKK-Flächen Badebekleidung getragen werden muss.

          Er ließ aber bislang offen, was Badebekleidung bedeutet. Dies soll sich künftig ändern, indem die Verordnung konkret beschreibt, dass „die primären Geschlechtsteile bedeckt“ sein müssen. Will heißen: Eine Badehose reicht. Weder Männer noch Frauen müssen demnach Oberteile tragen.

          Aufgekommen war die Diskussion, nachdem Münchner Medien berichtet hatten, ein von der Stadt beauftragter Sicherheitsdienst habe Frauen, die sich oben ohne sonnten, aufgefordert, ein Bikinioberteil anzuziehen. „Im Sinne des „Leben und leben lassen“ und einer Klarheit im Vollzug der Verordnung soll diese entsprechend geändert werden“, hieß es in dem Dringlichkeitsantrag der CSU.

          Sahara-Staub dämpft die Sonnenstrahlen

          Währenddessen wurde in Deutschland ein neuer Rekord notiert. 38,6 Grad wurden am Mittwoch in Ostdeutschland gemessen – damit ist der bisherige Juni-Rekord geknackt. Der neue Höchstwert wurde nach vorläufigen Angaben an gleich zwei Orten erfasst: im brandenburgischen Coschen an der deutsch-polnischen Grenze sowie in Bad Muskau in Sachsen. Das teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mit. Die bisherige Bestmarke hatte bei 38,5 Grad gelegen, gemessen am 27. und 28. Juni 1947 in Bühlertal in Baden-Württemberg.

          Dass am Mittwoch auch der Temperaturrekord von 40,3 Grad seit Beginn der Aufzeichnung gebrochen wird, bezeichnete ein DWD-Meteorologe am Mittwochabend als unwahrscheinlich. „Die Bedingungen für einen Allzeit-Rekord sind nicht ideal. Sahara-Staub in der Luft dämpft die Sonneneinstrahlung. Zudem machen sich Quellwolken breit.“ Am heißesten sei es am Mittwoch in Deutschland in einem breiten Querstreifen gewesen, der von der Lausitz über Sachsen zum Saarland führte.

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