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Auffällige Knochenbrüche : Obduktion Jeffrey Epsteins wirft weitere Fragen auf

  • -Aktualisiert am

Jeffrey Epstein im Juli 2008 vor Gericht in Florida Bild: AP

Die Leiche von Jeffrey Epstein wurde am Sonntag obduziert. Dabei sollen auffällige Knochenbrüche entdeckt worden sein. Das offizielle Untersuchungsergebnis steht aber noch aus.

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          Bei der Obduktion sind an der Leiche des New Yorker Millionärs Jeffrey Epstein angeblich auffällige Knochenbrüche entdeckt worden. Laut „Washington Post“ fanden die Gerichtsmediziner mehrere Brüche an Epsteins Hals. Auch das Zungenbein soll gebrochen gewesen sein. Wie verschiedene Gutachter der Zeitung sagten, treten Brüche des Zungenbeins „häufiger bei Opfern von Morden durch Erwürgen“ als bei Tod durch Erhängen auf. Epsteins Leichnam wurde am Sonntag obduziert. Das offizielle Untersuchungsergebnis stand am Donnerstag weiterhin aus.

          Der Sechsundsechzigjährige war am Samstagmorgen leblos in einer Zelle des Metropolitan Correctional Center in Manhattan aufgefunden worden. Angeblich erhängte er sich mit einem Bettlaken. Da Epstein schon zwei Wochen zuvor versuchte, sich das Leben zu nehmen, hatte die Gefängnisverwaltung ihn unter besondere Beobachtung gestellt. Einige Tage vor seinem Tod wurde die „Suicide Watch“ aber beendet. Wegen verschiedener Ungereimtheiten ordnete der amerikanische Justizminister William Barr Ermittlungen an. Epstein war am 6. Juli verhaftet worden. Der Geschäftsmann, der mit Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft wie Donald Trump, Bill Clinton, Prinz Andrew und Hotelmilliardär Thomas Pritzker befreundet war, soll laut Bundesstaatsanwalt einen Pädophilenring unterhalten haben.

          Nachdem der Bundesstaat New York am Mittwoch die Verjährungsfrist für sexuelle Übergriffe vorübergehend aussetzte, reichten mehrere Frauen Zivilklagen gegen Epsteins Nachlassverwalter, frühere Angestellte des Verstorbenen und seine mutmaßliche Komplizin und frühere Lebensgefährtin Ghislaine Maxwell ein. Die Siebenundfünfzigjährige soll jahrelang Mädchen für Epstein angeworben haben. Wie die Klägerin Jennifer Araoz vortrug, hatte Maxwell sie im Jahr 2001 vor der High School in Manhattan angesprochen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen habe Maxwell ein Treffen mit Epstein vorgeschlagen. Er wollte sich angeblich um die damals Vierzehnjährige kümmern, die ihren Vater nach einer HIV-Infektion verloren hatte.

          In seinem Haus am Central Park soll Epstein die Jugendliche um Massagen gebeten haben. Wie Araoz schrieb, masturbierte er dabei. Später soll er die Schülerin begrabscht und schließlich vergewaltigt haben. Maxwells Aufgabe war es laut Araoz, „jeden Tag etwa drei Mädchen für Epsteins sexuelle Bedürfnisse zur Verfügung zu stellen.“ Als Epstein im Jahr 2008 wegen Verkehrs mit einer 13 Jahre alten Prostituierten verurteilt wurde, soll Maxwell die Beziehung beendet haben. Wie die „Daily Mail“ recherchierte, lebt Maxwell seit einigen Jahren zurückgezogen in Manchester-by-the-Sea, einem Vorort von Boston im Bundesstaat Massachusetts.

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