https://www.faz.net/-gum-aa665

Obamas Großmutter gestorben : „Sie war eine Ikone von Familienwerten“

  • Aktualisiert am

Mit 99 Jahren verstorben: Sarah Obama im Jahr 2006 in der kenianischen Kleinstadt Kogelo neben ihrem Enkel Barack, damals noch Senator. Bild: Imago

Das Haus von Barack Obamas Großmutter in Kenia wurde während seiner Präsidentschaft zu einem Touristenziel. Am Dienstag ist Sarah Obama in ihrem Heimatdorf Kogelo in einer muslimischen Zeremonie beigesetzt worden.

          1 Min.

          Für Barack Obama war seine kenianische Großmutter eine „Brücke in die Vergangenheit“. Am Dienstag ist Sarah Obama in ihrem Heimatdorf Kogelo in Kenia in einer muslimischen Zeremonie beigesetzt worden. Sie war einen Tag zuvor im Alter von 99 Jahren an einer Entzündung des Brustkorbs in einem Krankenhaus in der Stadt Kisumu gestorben. Wie die Familie mitteilte, war sie eine Woche lang krank, aber sie habe keine Corona-Infektion gehabt.

          Ihre Geschichten hätten ihm geholfen, „eine Leere in meinem Herzen zu füllen“, schrieb der frühere amerikanische Staatspräsident in einer Würdigung in den sozialen Medien. Er habe sie liebevoll „Granny“ oder in der kenianischen Luo-Sprache „Dani“ genannt. „Wenn unsere Familie Schwierigkeiten hatte, war ihr Haus ein Zufluchtsort für ihre Kinder und Enkelkinder, und ihre Anwesenheit war eine konstante, stabilisierende Kraft.“

          Sarah Obama war Obamas Stiefoma. Sie hatte die drei Kinder seines Großvaters aufgezogen, nachdem sich dessen vorige Frau von ihm getrennt hatte. Obamas Vater, Barack Hussein Obama, erhielt ein Stipendium für ein Studium in den Vereinigten Staaten. Dort lernte er Ann Dunham kennen, die 1961 Barack Obama auf die Welt brachte. Das Haus seiner Großmutter in Kogelo wurde während seiner Präsidentschaft zu einem Touristenziel. Sarah Obama unternahm selbst mehrere Reisen, unter anderem war sie bei der ersten Vereidigung Obamas zum Präsidenten mit dabei. 2014 sprach sie auf einer Veranstaltung der Vereinten Nationen.

          Der kenianische Staatspräsident Uhuru Kenyatta bezeichnete sie als „Ikone der Familienwerte“ und als Philanthropin, „deren Beitrag zum Fortschritt der kenianischen Nation schmerzlich vermisst“ werde. Der Oppositionsführer Raila Odinga sagte, sie habe die Präsidentschaft ihres Sohnes genutzt, um sich für die Ausbildung von Mädchen einzusetzen und über ihre Stiftung soziale Probleme zu bekämpfen.

          Weitere Themen

          Die Pandemie im Überblick

          Zahlen zum Coronavirus : Die Pandemie im Überblick

          Das Coronavirus hat Deutschland und die Welt weiterhin fest im Griff. Wie sich die Infektionszahlen im In- und Ausland entwickeln – unsere Karten und Diagramme geben einen Überblick.

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson in Hartlepool. In der früheren Labour-Hochburg gewannen die Konservativen eine Nachwahl für das Parlament.

          Britische Regierungspläne : „Stop the brain drain“

          Boris Johnson will, dass die Bürger für die Arbeitssuche nicht mehr in die Metropolen ziehen müssen. Die Times spricht von einer „historischen Abkehr“ von der Thatcher-Zeit.
          Die Runde von „hart aber fair“: Hubertus Heil, Julia Friedrichs, Lencke Wischhusen, Arndt Kirchhoff, Djamila Kordus und Frank Plasberg (von links).

          TV-Kritik: Hart aber fair : Fünf Häuptlinge und eine „Indianerin“

          Was bedeutet das Versprechen des sozialen Aufstiegs? Früher hieß es, die Bürger sollten mitbestimmen. Das „Wirtschaftswunder“ zielte auf sozialen Ausgleich. Wie es um den bestellt ist, zeigt „hart aber fair“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.