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Nordkoreaner auf Studientour : Diktat statt Diktatur

Teile der nordkoreanischen Reisegruppe in Berlin Bild: FU Berlin

Nordkoreanische Studenten haben in Berlin drei Wochen lang Deutsch gelernt – und die deutsche Esskultur erforscht. Das Projekt hat Seltenheitswert inmitten der politischen Spannungen.

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          Ob Kim Jong-un gerne Döner isst – das ist eines der großen Geheimnisse Nordkoreas. Bekannt ist nur: Einige seiner Untertanen mögen das deutsch-türkische Fast-Food-Gericht offenbar gerne. Zumindest die Germanistikstudenten aus Pjöngjang, die auf Einladung der Freien Universität (FU) Berlin für drei Wochen zu Gast in Deutschland waren, um ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen – und die kulinarischen noch dazu. „Auch die Currywurst ist sehr gut angekommen“, sagt Lee Eun-jeung, Koreanistik-Professorin an der Berliner Freien Universität, die das Besuchsprogramm initiiert und die Nordkoreaner mit ihrem Team betreut hat.

          Die zwölf Nordkoreaner – alle zwischen 20 und 22 Jahren alt – sind mit ihren beiden Professoren zurück in ihre Heimat geflogen. Ziel war es, der deutschen Sprache und Kultur in Kursen an der FU näherzukommen. Gefeiert und gekocht wurde mit internationalen und sogar mit südkoreanischen Kommilitonen, die im selben Studentenwohnheim untergebracht waren. Da mögen die politischen Gräben zwischen Nord- und Südkorea noch so tief sein – „die Stimmung war wunderbar“, berichtet Lee.

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