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Nordkorea : Otto Warmbiers Leiche wird nicht obduziert

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Archivbild von Otto Warmbier in Nordkorea Bild: AFP

Im Fall des nach seiner Freilassung aus Nordkorea gestorbenen Studenten wird es auf Wunsch der Angehörigen keine Autopsie geben. Präsident Trump bezeichnet Chinas Vermittlungsversuche in dem Konflikt als gescheitert.

          Die Leiche des aus Nordkorea zurückgekehrten und wenig später gestorbenen amerikanischen Studenten Otto Warmbier wird nicht einer Autopsie unterzogen. Ein entsprechender Wunsch der Eltern werde respektiert, teilte die Gerichtsmedizin am Dienstag im Bundesstaat Ohio mit. Eine genaue Todesursache könne derzeit nicht festgestellt werden. Es seien äußerliche Untersuchungen durchgeführt worden, weitere Untersuchungen sowie die Sichtung von Unterlagen und Gespräche mit behandelnden Ärzten müssten folgen.

          Der 22-jährige Warmbier war zum Jahreswechsel 2015/2016 nach Nordkorea gereist und festgenommen worden, als er zurückreisen wollte. Ihm wurde vorgeworfen, er habe ein Propagandaplakat in einem Hotel abgenommen und damit eine Straftat gegen den Staat begangen. Im März 2016 wurde er zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt, wenig später fiel er nach Angaben aus Nordkorea ins Koma. Nach seiner Rückkehr in der vergangenen Woche stellten die Ärzte in den Vereinigten Staaten schwere Hirnschädigungen fest, wie sie durch einen Sauerstoffentzug auftreten können. Warmbier starb am Montag im Kreise seiner Familie.

          Amerikas Präsident Donald Trump bezeichnete Chinas Versuche als fehlgeschlagen, Nordkorea zu einem Einlenken im Atomkonflikt zu bewegen. Er begrüße zwar die Bemühungen Chinas für eine diplomatische Lösung, es habe aber nicht funktioniert, erklärte Trump über Twitter. Es war zunächst unklar, ob Trumps Äußerungen einen Kurswechsel bedeuten.

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