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„Noma“ in Kopenhagen : Das beste Restaurant der Welt

  • -Aktualisiert am

Das Noma in Kopenhagen Bild: dpa

Zum dritten Mal in Folge steht das „Noma“ in Kopenhagen auf der Liste der besten Restaurants der Welt ganz oben - dank moderner skandinavischer Küche. Deutschland ist mit zwei Köchen unter den Top 50 vertreten.

          Zum dritten Mal in Folge ist das „Noma“ in Kopenhagen vom britischen „Restaurant Magazine“ zum besten Restaurant der Welt ernannt worden. Chefkoch René Redzepi wurde am Montagabend in der Guildhall in London mit dem Titel geehrt. Es folgen die Brüder Roca vom „El Celler de Can Roca“ in Girona und Andoni Luis Aduriz vom „Mugaritz“ in San Sebastian. Die drei Köche werden der Avantgarde zugerechnet und gelten stilistisch als sehr einflussreich.

          Deutschland ist mit zwei Köchen in den Top 50 vertreten. Bester Deutscher ist erstmals Sven Elverfeld vom „Aqua“ in Wolfsburg, der auf Platz 22 vor Joachim Wissler vom „Vendôme“ in Bergisch Gladbach (23) liegt. Weitere Deutsche auf der Liste sind Thomas Bühner vom „La Vie“ in Osnabrück (Neuzugang auf Platz 72), Harald Wohlfahrt von der „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn (85) und Hans Haas vom Münchner „Tantris“ (86).

          Modern bis avantgardistisch

          Das oft kritisierte Auswahlverfahren mit Gremien in allen Weltregionen fördert einerseits eine große Breite von Restaurants, andererseits Namen in häufig besuchten Metropolen. So stammen die 50 am besten plazierten Köche aus 21 Ländern, rund ein Viertel von ihnen aus London, New York und Paris. Die Länderwertung wird von den Vereinigten Staaten angeführt (15 Restaurants unter den Top 100), gefolgt von Frankreich (elf unter den Top 100).

          Unter den ersten zehn befindet sich kein französisches Restaurant mehr. Die Aufmerksamkeit für Großmeister wie Alain Ducasse und die klassisch orientierte Köche lässt nach. Die aufblühende skandinavische Küche rund um René Redzepi ist gut vertreten, hat aber bisher noch nicht so großen Auswirkungen wie vor Jahren die spanische Avantgarde. Die meisten der besten Köche kochen modern bis avantgardistisch. In den Top 100 verschieben sich die Gewichte langsam in Richtung Asien. Etwa jeder fünfte Koch stammt aus dem pazifischen Raum. Zu den Gewinnern gehört Heston Blumenthal, der mit seinem neuen Londoner Restaurant „Dinner“ gleich auf Platz neun gelangt ist und den Rückgang für sein Stammhaus „The Fat Duck“ (nur noch auf 13) verschmerzen wird.

          Ebenfalls erfolgreich ist Heinz Reitbauer jr. vom „Steirereck“ in Wien, der mit seiner feinsinnig-regionalen Avantgarde-Küche viel Furore macht. Einen Platz vor ihm liegt der Schweizer Daniel Humm, ein weiterer spektakulärer Aufsteiger, der im New Yorker „Eleven Madison Park“ kocht. Insgesamt wirken die Ergebnisse seriöser als in den letzten Jahren. Dennoch scheinen Plazierungen wie zum Beispiel Rang 15 für das Pariser Bistro „Le Chateaubriand“ eher dem Zeitgeist als der kulinarischen Qualität geschuldet.

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