https://www.faz.net/-gum-9bgsk

In Babypause : Neuseelands Premierministerin Ardern bringt Tochter zur Welt

  • Aktualisiert am

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern, hier bei ihrem Berlin-Besuch im April Bild: dpa

Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern ist Mutter einer Tochter geworden.

          Neuseeland ist im Babyfieber: Regierungschefin Jacinda Ardern hat am Donnerstag in Auckland ein Mädchen zur Welt gebracht. Die 37-Jährige teilte die Geburt auf Facebook mit. Dort postete sie auch ein Foto von sich und dem Neugeborenen samt Vater Clarke Gayford (40). „Willkommen in unserem Dorf, Kleines“, schrieb die junge Mutter weiter. Das gesunde Mädchen sei um 16.45 Uhr (Ortszeit) auf die Welt gekommen und wiege 3,31 Kilogramm. Dank des „wunderbaren Teams“ im Auckland City Hospital gehe es allen sehr gut.

          "Ich bin mir sicher, dass wir dieselben Gefühle durchleben wie alle jungen Eltern, aber gleichzeitig sind wir so dankbar für die Freundlichkeit und die besten Wünsche so vieler Menschen. Dankeschön", erklärte die 37-Jährige.

          Das Baby kam mit kleiner Verspätung mehrere Tage nach dem für Sonntag angekündigten Geburtstermin. Es ist das erste Kind für Ardern und ihren Lebensgefährten. Gayford, ein Journalist, moderiert in Neuseeland eine populäre Sendung über Fischen und Angeln. Er werde Vollzeit-Vater werden, sagte Ardern, als sie den Nachwuchs im Januar ankündigte. Ardern will nach der Geburt sechs Wochen Babypause machen, dann aber zurück ins Büro.

          Während der Babypause wird der stellvertretende Premierminister Winston Peters die Regierungsgeschäfte führen. Er ist der Vorsitzende von Arderns populistischem Koalitionspartner New Zealand First (NZF).

          Auf die Frage nach Nachwuchs hatte Ardern schon antworten müssen, als sie noch nicht einmal gewählt war. Kaum war sie im vergangenen Sommer Vorsitzende der Labour-Partei geworden, wollten Reporter wissen: „Planen Sie, Kinder zu haben?“ Dass man Frauen im Beruf heute noch solche Fragen stelle, sei „völlig unannehmbar“, meinte Ardern damals.

          Aus der Bevölkerung schlug der Regierungschefin nicht nur Wohlwollen entgegen, als sie ihre Schwangerschaft ankündigte. Kommentatoren in sozialen Netzwerken warfen ihr vor allem vor, dies spät getan zu haben. Sie habe das Land getäuscht, hieß es.

          Ardern ist erst seit Ende Oktober 2017 im Amt. Es war ihr gelungen, die in allen Umfragen weit abgeschlagene Labour-Partei aus der Opposition zurück an die Regierung zu bringen. Sie erfuhr eigenen Angaben erst nach der Wahl, dass sie schwanger sei. „Ich werde nicht die erste Frau sein, die „Multitasking“ machen muss“, sagte sie im Januar über die anstehende Doppelbelastung.

          In den Tagen vor der in Neuseeland mit Spannung erwarteten Geburt überwog jedoch die Vorfreude: „Das wird unser Royal Baby“, hieß es vielerorts. Dass viele aber jeden Schritt der neuen Mutter genau beobachten werden, ist ebenfalls zu erwarten.

          International gab es in den vergangenen Jahren mehrfach Ministerinnen, die im Amt ein Kind bekamen - wie zum Beispiel in Deutschland die früheren Bundesfamilienministerinnen Kristina Schröder (CDU) und Manuela Schwesig (SPD). Als erste Regierungschefin schwanger im Amt war 1990 Pakistans damalige Premierministerin Benazir Bhutto.

          Im Babyglück: Der Instegram-Post der neuseeländischen Premierministerin.

          Weitere Themen

          Ist Brasiliens Heiler ein Vergewaltiger?

          „João de Deus“ : Ist Brasiliens Heiler ein Vergewaltiger?

          „João de Deus“ gilt als Wunderheiler. Er soll Unzählige von ihren Leiden befreit haben, darunter auch Berühmtheiten aus Hollywood und bekannte Politiker. Jetzt machen ihm Patientinnen schwere Vorwürfe.

          Die letzten Heiligen

          FAZ Plus Artikel: Krankenhaus-Reportage : Die letzten Heiligen

          Sie arbeiten tagsüber, und sie arbeiten nachts. Man muss Pfleger, Schwestern und Ärzte bewundern. Wenn Krankenhäuser nicht funktionieren, wird es gefährlich. Bericht von einer 24-Stunden-Schicht.

          Topmeldungen

          EU-Gericht urteilt : Drohen jetzt auch neuesten Dieselautos Fahrverbote?

          Statt auf dem Prüfstand muss der Schadstoffausstoß von Autos inzwischen auf der Straße gemessen werden. Im Schnellverfahren wurden Stickoxid-Grenzwerte gelockert. Das ist nicht zulässig, urteilte jetzt das EU-Gericht – und ebnet damit den Weg für neue Fahrverbote.

          Rote Karte für Müller : „Nee, nee, das war keine Absicht“

          Erstmals in seiner Profikarriere sieht Thomas Müller die Rote Karte. Der üble Tritt ins Gesicht seines Gegners überschattet auch eine Bestmarke für den Stürmer. Danach gibt er sich ziemlich wortkarg.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.